Saints Row-Entwickler prangert Gebrauchtmarkt an

Robin Schweiger
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James Durall, seines Zeichens Game Designer beim Entwickler Volition (Saints Row: The Third), hat auf dem Entwicklerblog #AltDevBlogADay  darüber geklagt, wie sehr der Gebrauchtmarkt Entwicklern schaden würde und welche Schutzmaßnahmen er sich in Zukunft wünscht.

Saints Row-Entwickler prangert Gebrauchtmarkt an

In dem Blogeintrag macht er Käufern von gebrauchten Spielen viele verschiedene Vorwürfe und gibt seine Meinung darüber kund, welche Maßnahmen geeignet wären, um diesen – seiner Meinung nach schädlichen – Trend zu stoppen.  So sagt er etwa, dass Entwickler zunehmend kostenpflichtige, herunterladbare Inhalte nach Rlease des Spiels veröffentlichen sollten. Dies würde die Käufer des Spiels dazu bringen, es nicht weiter zu verkaufen, sondern auf die entsprechenden Inhalte zu warten. Durall sagt aber selbst, dass die DLCs dann auch die entsprechende Qualität haben müssen – ein bisschen ironisch, denn gerade Volition hat sich mit ihrem aktuellen “Genkibowl VII”-DLC wenig Freunde gemacht.

Auch Online-Codes steht er positiv gegenüber. So sollten schlicht manche Features erst dann verfügbar sein, wenn man einen Code eingibt, der für Erstkäufer gratis in der Verpackung beiliegt.

Das reicht Durall allerdings noch nicht. So spricht er etwa an, dass es ein Gerücht gibt, nach dem die nächste Xbox-Konsole gar keine gebrauchten Spiele mehr abspielen könne. Dies bezeichnet Durall als “fantastische Änderung für unser Geschäft”. So sollte seiner Meinung nach jedes Spiel nur noch für einen Gamertag registriert werden können, damit es nicht mehr möglich ist, dass andere Nutzer die selbe Disc verändern. Sollte man das Spiel ausleihen wollen, hält er es für möglich, dass man seine Spiellizenz für ein paar Tage an den Account des Freundes überträgt und währenddessen dann selbst nicht mehr spielen kann.

Sollte der Gebrauchtmarkt nicht belämpft werden, so Durall, sei er sich sicher, dass die Spieleindustrie auseinander fallen würde und setzt im gleichen Atemzug Käufer von gebrauchten Spielen auch noch mit Raubkopierern gleich.

In den Kommentaren unter dem Beitrag hat sich eine ausführliche Diskussion entwickelt, in der einige Nutzer auch die offensichtlichen Fehler in Duralls Blogeintrag zu Tage bringen. So weisen sie etwa darauf hin, dass nicht jeder Gebrauchtkäufer auch ein neues Spiel kaufen würde. Wenn manche Leute nich tmehr die Möglichkeit hätten, sich gebrauchte Spiele für 20€ zu kaufen, wäre die Alternative nicht, dass sie stattdessen zu den neuen 60€-Spielen greifen, sondern einfach gar keine Games mehr kaufen oder stattdessen raubkopieren.

Den Blogeintrag und die Kommentare könnt ihr euch unter diesem Link selbst durchlesen. Wie ist eure Meinung? Schadet der Gebrauchtmarkt den Spielentwicklern?

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