Saints Row The Third - "Haben die an Kröten geleckt?"

Jonas Wekenborg
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Die THQ-Präsentation in London begann erst verhalten, doch mit zunehmend voranschreitender Vorführung waren alle Anwesenden nur noch am Lachen, "Oh"-Sagen und Staunen. Das hatten wir nicht erwartet: Saints Row: The Third ist zwar nicht erwachsen geworden, dafür aber saulustig.

Saints Row The Third - "Haben die an Kröten geleckt?"

Die “Third Street Saints” sind von einer Straßengang zu einem weltweit renommierten Markennamen geworden. “Saints” Sneakers, “Saints” Energy Drinks und “Johnny Gat”-Wackelköpfe zieren Werbespots und die Ladenauslage nebenan. Sie sind die unangefochtenen Herrscher über die Stadt Stillwater, und ihr seid verantwortlich dafür, sofern ihr Teil 2 von “Saints Row” gespielt habt.


“Saints Row: The Third” ruft plötzlich eine neue Bedrohung auf den Plan. Nein, es sind nicht die Power Puff Girls und auch nicht Godzilla, die der lila Gang das Leben versauern wollen. Es ist das Syndikat, ein Verbrecherimperium, das seine Finger in kriminellen Geschäften überall auf der Welt hat. Sie fordern Abgaben von allen Gangs und geraten schließlich auch an die Saints. Die lassen sich allerdings nicht so einfach unterjochen und schließlich entbrennt ein Bandenkrieg von enormen Ausmaßen, ihr als Gangmitglied natürlich mittendrin.

Der erklärte GTA-Konkurrent, der aber selbst bei näherer Betrachtung vieles gleich macht, schafft es in der Tat, eine Open World mit einem sehr eindrucksvollen Story-Modus zu verbinden. Das Spiel beginnt, als ihr mit eurer Gang eine Bank überfallen wollt. Zwar haben die Third Street Saints es bei weitem nicht nötig auf Diebestour zu gehen, doch sind Verbrechen mittlerweile zum beliebten Extremsport mutiert.

So platzen vier Gestalten mit riesigen wackelnden “Johnny Gat”-Köpfen in eine Bank, bis die Angestellten sich waffenstarrend zur Wehr setzen. Es entbrennt eine Hatz durch das Bankgebäude, bei dem ihr mit unterschiedlichen Waffen eure Feinde aus dem Weg pustet. Dabei zeigen sich schon einige “interessante” Features des neuen “Saints Row”-Teils. Euer Spielcharakter besitzt nun eine Menge unterschiedlicher Moves, mit denen er Gegner überwältigen kann – bei einem surften wir sogar auf dem Rücken des Gegners ein paar Meter weit den Flur entlang – und die altbekannte Spezialattacke im Nahkampf, liebevoll “Nut Shot” genannt, mit der man dem Gegner ordentlich… naja, erklärt sich eigentlich von alleine. Diese kann nun mit allen Waffen durchgeführt werden und gestaltet sich dabei immer unterschiedlich. Außer in der Wirkung.

Also wackelt ihr mit der Riesenbirne des schmalzlockigen Johnny Gat eurem Ziel, dem Tresorraum der Bank, entgegen, bis ihr an eine Stelle geratet, in der sich das Syndikat zum ersten Mal zeigt. Mit kugelsicheren Polizeischilden und schweren Waffen heizen sie euch ordentlich ein. Toll: Haben wir einem erlegten Gegner den Schild abgenommen, können wir andere damit über den Haufen rammen, funktioniert aber leider in beide Richtungen. Allgemein ist die Steuerung in den Kämpfen sehr abwechslungsreich, auch wenn wir vermuten, dass viele Kampfinhalte geschnitten oder gar nicht nach Deutschland kommen, wie etwa das menschliche Schutzschild.

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