Zwar hat “Second Life” nun schon einige Tage auf dem Buckel, die außergewöhnlich große Spielfreiheit zieht aber auch heute noch viele Leute in ihren Bann.
Das Potenzial des MMOG (Massive(ly) Multiplayer Online Game) “Second Life” wurde dabei schon früh erkannt. Bekanntestes Beispiel ist hier sicherlich die hessische Lehrerin Ailin Graef alias ‘Anshe Chung’. Was im Jahr 2003 mit einem Startkapital von 10 Dollar begann, ist mittlerweile über acht Millionen Quadratmeter verpachtetes Bauland, und somit knapp 200.000 Dollar Echtgeld wert.
Die Währung des Spiels nennt sich Linden-Dollar (L$) und ist nach der Firma “Linden Lab” benannt. Jeder Spieler erhält eine bestimmte Menge davon, wenn er zum ersten Mal das Spiel betritt. Linden-Dollars werden verwendet, um Gegenstände von anderen Spielern zu kaufen oder um selbst erstellte Texturen auf den Server zu übertragen, um sie auf selbst erstellte Gegenstände anzuwenden. Linden-Dollar lassen sich in einigen Online-Börsen in US-Dollar wechseln.
“Second Life” lässt sich grob mit bekannten Titeln wie “Sim City” oder “Die Sims” vergleichen. Der große Unterschied besteht jedoch darin, dass dem Spieler sehr viel mehr Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Anders als bei den meisten anderen MMOGs wird die Welt von “Second Life” größtenteils von den Spielern selbst gestaltet. Unterschiede tun sich dabei nur in der Art des Accounts auf. Jeder zahlende Spieler hat die Möglichkeit, Objekte zu erstellen, um diese dann mit Hilfe der spieleigenen Scriptsprache (LSL) in Fahrzeuge, Spiele, Häuser etc. zu verwandeln. Auch der Personalisierung des eigenen Charakters sind dabei keine Grenzen gesetzt. Entschließt man sich für die kostenfreie Variante des Spiels, sind diese Funktionen nur begrenzt genießbar.
Wer nun ebenfalls Interesse hat, ein Spiel nach seinen eigenen Wünschen zu gestalten, kann sich – nach einer Registrierung auf der Homepage – den kostenlosen und gerade einmal 20 MB großen Client downloaden. Fast 190.000 Spieler, haben dies bereits bis jetzt getan!

