Shadows of the Damned - EA bat Entwickler um simplere Geschichte

Jonas Wekenborg
3

Für ein Spiel, das von Suda 51 stammt – unter anderem Entwickler von "No More Heroes" und "Killer7" – erschien die Geschichte von Shadows of the Damned trotz sprechender Schädel, die sich in Motorräder verwandeln können immer vergleichsweise normal. Suda hat nun darüber gesprochen wieso dem so ist: EA verlangte, die Geschichte nach Ihren Wünschen zu verändern.

Shadows of the Damned -  EA bat Entwickler um simplere Geschichte

Ursprünglich habe das Spiel “Kurayami” (japanisch für “Dunkelheit) heißen und sich auf Nahkämpfe konzentrieren sollen. Ursprünglich solltet ihr auch eine Waffe besitzen, auf dessen Monitor ein Mädchen zu sehen ist, welches im Laufe des Spiels älter wird. Über diese Waffe wäre die Geschichte erzählt worden.

Nachdem der ebenfalls am Projekt beteiligte Shinji Mikami (“Resident Evil”, “Vanquish”) einige Gespräche mit EA geführt habe, hätte man sich entschieden, stattdessen auf Waffenkämpfe zu setzen. Suda habe die Geschichte zum Action-Adventure “Shadows of the Damned” dementsprechend umgeschrieben und nachdem man einige Zeit mit dem Spiel verbracht habe und fast fertig damit gewesen sei, wäre EA erneut eingeschritten:

“Plötzlich meinte EA “Moment mal!”. Alles wurde umgeworfen und wir entschieden uns, komplett von neu zu beginnen”, erklärt Mikami. “Es ist das erste Mal, dass EA wirklich mit japanischen Entwicklern zusammenarbeitet und sie haben uns am Anfang wahrscheinlich zu sehr freie Hand gelassen. Zurückblickend hätten beide Seiten von Beginn an direkter ihre Meinung mitteilen müssen.”

shadows of the damned

Ein Punkt, der nach der Meinung von EA überarbeitet werden musste, war die Geschichte. “Sie nennen das “Elevator Pitch”. Es ist einfacher, eine Geschichte zu verstehen, die man innerhalb weniger Sekunden in einem Fahrstuhl erklären könnte. David DeMartini (Chef des EA-Ablegers “EA Partners”) verlangte von uns, die Geschichte zu verändern. Es sollte um einen Helden gehen, der versucht ein entführtes Mädchen zu retten.” Das wäre das komplette Gegenteil von dem gewesen, woran Suda bis zu diesem Moment gearbeitet habe, ergänzt Mikami.

“Mikami und ich wollen unbedingt, dass dieses Projekt weltweit einschlägt, also haben wir uns das Feedback angehört und das Spiel dementsprechend verändert. Wir entschieden uns dafür, diese Liebesgeschichte auf eine Art und Weise zu erzählen, wie nur wir es können. Und das war dann der Zeitpunkt, in dem aus “Kurayami” “Shadows of the Damned” wurde.”

Somit wäre auch geklärt, wieso die Entwicklungszeit fast vier Jahre gedauert hat – das Spiel wurde bereits 2008 angekündigt. Im Grunde haben Suda und Mikami in dieser Zeit zwei verschiedene Spiele entwickelt. Jetzt ist die Wartezeit aber fast vorbei: am 22. Juni wird das Spiel für Xbox 360 und Playsation 3 erscheinen.

Weitere Themen: Electronic Arts

Neue Artikel von GIGA GAMES

GIGA Marktplatz