Sherlock Holmes - Gut kombiniert, Watson

Leserbeitrag
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(Micha) Mordfälle, Mysteriöse Entführungen und ungelöse Verbrechen. Das klingt doch alles nach einem interessanten Buch. Richtig! Und zwar nach einem Sherlock Holmes Roman. Die Kultfigur untersucht zusammen mit seinem Komplizen Dr. Watson seit Ende des 19. Jahrunderts in diversen Geschichten spannende Fälle in England und der ganzen Welt. Im PC Spiel Sherlock Holmes – Ungelöse Verbrechen spielt ihr den charmanten Engländer und helft ihm beim Lösen seiner Fälle.

Sherlock Holmes - Gut kombiniert, Watson

Insgesamt gibt es 16 komplett verschiedene Missionen zu schaffen. Angefangen von einem Diamantenraub bis hin zu einem Mordfall. Was auf den ersten Blick wirklich interessant klingt, wurde total vergeigt. Die Jungs von Jowood, haben uns vor Jahren mit der Anno-Serie bewiesen das eine deutsche Spieleschmiede in der Lage, ist richtige Kracher zu programmieren. Warum sie die Marke Holmes so schlecht umgesetzt haben bleibt mir ein Rätsel welches sogar Dr. Watson nicht lösen kann.

Was einen aber wundert ist das dieses Spiel ein Bestseller in den USA ist. Habe ich in den Zeiten von Crysis, World of Warcraft und Co. einfach zu hohe Ansprüche?

Fangen wir vorne an, die Grafik von Sherlock Holmes ist im Comic-Look gehalten. Jedoch reisen wir nicht durch eine große 3D-Welt sondern stiefeln von Screen zu Screen wie in einem alten Adventure. Animationen und Bewegung finden wir nahezu garnicht im Spiel. Das einzige was das ganze Game auflockert ist die Sprachausgabe. Die jedoch sehr kurz gehalten ist und nicht wirklich mit tiefsinnigen Gesprächen auf sich wartet.

Wenn man sich am Anfang für eine Mission entschieden hat starten wir also direkt beim “Unfallort”. Dort wird einem kurz erläutert um was es in dem besagten Fall geht, ist es ein Mord, Diebstahl oder eine Verschwörung? Fast alles an Verbrechen wird abgedeckt. Nachdem wir nun bescheid wissen um was es genau geht, sehen wir uns ersteinmal genau den Tatort an. Genau jetzt fängt das Spiel an komisch zu werden.

Ihr seht ein Bild vom Tatort aus 2 Perspektiven, und zwar VOR dem Vorfall und NACH dem Vorfall. Diese müssen miteinander verglichen werden und in guter alter NeunLive-Manier muss der Fehler gefunden werden. Ihr klickt euch also mit der Lupe durch das Bild und sucht nach Unterschieden. Nach circa zehn gefundenen Gegenständen, wie zum Beispiel einem Dolch, Scherben oder auch abstrakte Sachen wie Untertassen oder Besteck habt ihr schon die Hälfte des Falles gelöst.

Nun erfährt man von seinem Auftraggeber wem die einzelnen gefunden Sachen gehören, das sind dann unsere Verdächtigen. Danach begeben wir uns zu einem weiteren Ort am Unfallplatz und sind auf der Suche nach meiner Meinung nach willkürlich ausgewählten Items. Ich muss ohne Grund auf einmal 2 Hanteln, 3 Rosen und ein Seil suchen. Auch hier befinde ich mich in einem Suchbild und klicke mich unter Zeitdruck durch das Bild. Ist auch diese Hürde gemeistert, wird nach einem mir noch unbekannten Logik einer der Verdächtigen als Täter identifiziert. Fertig ist der erste Fall.

Auf zum nächsten und das gleiche nochmal, mit anderne Items die gesucht werden müssen und anderen Verdächtigen. Doch das Prinzip bleibt gleich.

Einziger Unterschied sind kleine Mini-Spiele die in den Suchbildern auf uns warten. Zum Beispiel müssen wir zwei Silberlöffel suchen, die sich aber in einem Schrank befinden. Um ihn zu öffnen müssen wir in einem Minigame eine Zahlenkombination herausfinden damit der Schrank sich öffnet. Das war dann aber auch der Höhepunkt des Spieles.

Wie gesagt, die Sherlock Holmes Lizenz hätte man mit Sicherheit besser verarbeiten können. Dennoch ist, das darf man nciht vergessen das Game in den USA ein Bestseller. Vielleicht befinde ich mich auch die ganze Zeit noch im Ladescreen und das ganze ist ein riesiges Minigame was die Ladezeit zum eigentlichen Spiel überbrückt. Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf!

Weitere Themen: Sherlock, Intenium

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