Silent Hill: Homecoming - Horror zu Halloween, die Erste

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(Colin) Grauenhaft: Europäische Zocker müssen sich noch bis nächstes Frühjahr gedulden. Erst dann erscheint Konamis neue Silent Hill-Episode bei uns. Traumhaft: Wir zeigen euch bereits heute die fertige US-Version!

Silent Hill: Homecoming - Horror zu Halloween, die Erste

Das kennt der “Silent Hill”-Kenner: Wer sich in der US-amerikanischen Kleinstadt auf die Suche nach einer vermissten Person begibt, muss erst ein Tänzchen mit Satans fiesesten Höllenschergen wagen. Das geht auch “Homecoming”-Held Alex Shepard nicht anders. Der vermisst seinen kleinen Bruder Josh. Und ehe er sich’s versieht, findet sich der Ex-Soldat in des Teufels liebstem Ferienort wieder.

Mit anderen Worten: Von kleinen Updates und Änderungen abgesehen, hält sich auch die erste Next-Gen-Episode eng an das erprobte Korsett der renommierten Schauer-Saga. Sowohl in Sachen Storyaufbau als auch Spielablauf. Undurchsichtige Charaktere, beunruhigende Tagebucheinträge und schräge Notizen weben die üblich-mysteriöse Geschichte um Okkultismus, Mord und andere Angründe der menschliche Seele. Die bewährte Abfolge aus Märschen durch nebelverhangene Straßenzüge und Erkundungen heruntergekommener Schauplätze wie Horror-Krankenhaus oder Grusel-Hotel bildet die Level-Struktur. So weit, so bekannt.

Schleimige Höllenhunde, taumelnde Axtköpfe auf zwei Beinen und die unverwüstlichen Krankenschwestern des Todes sind nur ein paar Exemplare der ebenso umfangreichen wie schaurigen Feinpalette. Messer, Axt, Pistole und Schrotflinte leisten wie immer gute Dienste im Überlebenskampf. Doch halt! Beim Kampfsystem wurde ja richtig geschraubt! Neben der Möglichkeit starke und schwache Hiebe auszuführen, sowie per Fadenkreuz manuell zu zielen (mit Schusswaffen), spendierten die Entwickler auch einen Ausweichknopf. Hiermit springt Alex seitlich weg, duckt sich unter Schlägen oder weicht zurück – je nach Angriff und angepeilter Richtung. Wer den Feind geschickt umtänzelt, kann im richtigen Moment gar zum tödlichen Konterangriff ansetzen. Das klappt zwar nicht immer perfekt, verleiht den Metzeleien aber mehr Dynamik als bei jedem “Silent Hill” zuvor.

Ansonsten halten sich die Änderungen in extremen Grenzen. So dürft ihr etwa eurem Gegenüber in Gesprächen oftmals verschiedene Fragen stellen und auch das Inventarsystem wurde leicht überarbeitet. Grafisch erwartet euch in Sachen Kulissen und Monsterdesign die volle Packung High-Res-Horror. Mimik, Gestik und die Polygon-Modelle menschlicher Figuren fallen da leider etwas ab und wirken mitunter sogar hölzern. Aber was soll’s, “Silent Hill” lebt seit jeher mehr von der einzigartigen Atmosphäre als von spielerischen und grafischen Höhenflügen. Da ist es ein Segen, dass auch bei “Homecoming” wieder Konami-Klangkünstler Akira Yamaoka für den Soundtrack verantwortlich zeichnet. Ohne dessen auditive Schreckensmelodien käme die Atmosphäre nämlich nur halb so schaurig-schön rüber.

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