Splinter Cell Conviction: Der Test – Spiel’s noch einmal, Sam

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(Carsten) Kaum ein Videospiel-Charakter hat im Laufe seiner Geschichte eine solche Veränderung durchmachen müssen wie Sam Fisher. Anfangs ein junger, dynamischer Spezial-Agent und Spion von Third Echolon, ist er von Teil zu Teil zynischer und sarkastischer geworden – auf gut deutsch: Sam hat sich entwickelt. Die vorerst letzte Stufe seiner Entwicklung könnt ihr im neusten Streich von Ubisoft Montreal bewundern.

Splinter Cell Conviction: Der Test – Spiel’s noch einmal, Sam

Wir sind zusammen mit Sam erneut in die Schatten der PC-Version gegangen und verraten euch, ob es sich lohnt, noch einmal den Schalldämpfer anzustecken.

Um richtig in die Story von Splinter Cell Conviction eintauchen zu können, ist es wichtig zu wissen, was im vorherigen Teil “Splinter Cell: Double Agent” geschehen ist.
Sams Tochter Sarah wurde von einem Auto tödlich angefahren, Sam selbst wurde dadurch so traumatisiert, dass er seinen Beruf als Elite-Spion nicht mehr ausführen konnte. Monate danach bittet er seinen Freund und Vorgesetzten Irvin Lambert um einen neuen Auftrag, um wieder Halt zu finden. Dieser setzt ihn als Doppelagenten ein, der eine terroristische Vereinigung infiltrieren soll. Im Laufe des Spieles muss Sam immer wieder Entscheidungen treffen, die ihm moralisch zuwider, aber notwendig sind, um das Vertrauen der Terroristen zu gewinnen. Die gravierendste ist wohl, ob er Lambert erschießt und damit auf ultimative Weise seine Vertrauenswürdigkeit unter Beweis stellt oder einen Angehörigen der JBA und damit seine Mission gefährdet.

Splinter Cell Conviction geht davon aus, dass Lambert tot ist und ein neuer Chef die Geschicke von Third Echelon lenkt. Sam ist jetzt auf sich allein gestellt und versucht abtrünnig, den Unfall bzw. den Mord an seiner Tochter aufzuklären. Denn dass es nicht einfach ein betrunkener Autofahrer war, der Sarah auf dem Gewissen hat, liegt für Sam auf der Hand, spätestens als ihn bewaffnete Männer auf Malta jagen und er einen davon in die Finger bekommt und dieser ein wenig aus dem Nähkästchen plaudert. So viel zur Vorgeschichte – sie ist wichtig, um zu verstehen, warum der “neue” Sam Fisher so hart, brutal und skrupellos, aber eben auch menschlicher geworden ist. In den vorherigen Teilen war er immer nur Befehlsempfänger – nun ist er erstmals niemandem außer sich selbst verantwortlich und wird von einer tödlichen Motivation angetrieben: Den Mörder seiner Tochter zu finden und die zerreißende Frage nach dem Warum! Doch wenn ihr denkt, dass Fisher wie ein tollwütiger Bär ab sofort Gegner metzelt, dann irrt ihr euch. Wer eine Ausbildung wie er genossen hat, bleibt “fast immer” cool und effizient. Selbst wenn er auf der Suche nach der Wahrheit in eine Verschwörung gegen die Regierung verwickelt wird und erneut das Land beschützen muss, für das er bereits alles geopfert hat.

Die Story selbst klingt ein wenig überschaubar, weist im Spielverlauf aber einige überraschende Wendungen und Höhepunkte auf, die hier nicht verraten werden. Nur so viel sei gesagt: Ihr startet mit Sam Fisher auf Malta, wo sich eure alte Kollegin Grim mit Informationen meldet. Auch wenn ihr allen Grund habt, ihr zu misstrauen, arbeitet ihr zusammen, was euch unter anderem bis nach Washington, an einigen EMP Bomben vorbei bis ins Weiße Haus führt.

So anders die Hintergrundgeschichte plötzlich ist, so unterschiedlich ist auch das Spiel im Vergleich mit den vorherigen Teilen. Ubisoft Montreal hat in den vier Jahren Entwicklungszeit versucht, ein völlig neues Erlebnis zu schaffen, was durch neue Techniken, Spielmechaniken und Hollywood-Einflüsse begeistern soll.

Ob das gelungen ist, erfahrt ihr auf Seite 2!

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