Star Wars Battlefront 2: Beta deutet auf Pay-to-Win hin

Sandro Kreitlow
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Pay-to-Win ist ein heiß diskutiertes Modell. Beim kommendem Triple-A-Titel Star Wars Battlefront 2 deutet vieles darauf hin, dass Publisher EA sich für dieses Modell diskutiert hat.

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Star Wars Battlefront 2 - Feature Trailer

Wie die aktuelle Beta-Phase von Star Wars Battlefront 2 zeigt, könnten Mikrotransaktionen einen großen Einfluss auf das Spiel haben. Denn du kannst sogenannte Crates (Loot-Boxen) öffnen, die dich mit Star-Karten, Credits (Währung in Star Wars) oder gecrafteten Items belohnen. Die Crates können nicht nur mit Credits eingelöst werden, sondern auch mit echtem Geld.

Belohnungen gehören in den meisten Spielen inzwischen zum Standard. Mikrotransaktionen beziehen sich allerdings meistens auf optische Anpassungen. Anders ist es in Star Wars Battlefront 2. Denn die Star-Karten verändern deine Fähigkeiten im Spiel. Beispielsweise kannst du die Fähigkeit bekommen, mehr Schaden auszuhalten. Die Qualität dieser Star-Karten hängt von ihrer Seltenheit ab – sie sind in gewöhnlich, ungewöhnlich, selten, episch und legendär unterteilt. Hast du Star-Karten doppelt, wird die Qualität der Originalkarte verbessert. Gecraftete Teile können auch verwendet werden, um vorhandene Star-Karten zu verbessern, wodurch die Fähigkeiten mächtiger werden.

Star Wars Battlefront 2 bietet mehr Helden und Schurken als sein Vorgänger. Eine Übersicht: 

Star Wars Battlefront 2: Alle Helden und Schurken in der Übersicht

Die Crates kosten 1.100 In-Game-Credits. Lösen Spieler sie allerdings mit echtem Geld ein, haben sie früh einen klaren Vorteil gegenüber anderen Spielern, die das Spiel eine Weile spielen müssen, um die nötigen In-Game-Credits zu erhalten. Damit ist dein Können davon abhängig, wie viele Crates du benutzt. Die Crates sind in zwar in drei Kategorien verteilt, wodurch du nicht einfach Raumschiff-Starkarten bekommst, obwohl du eher Items für den Bodenkampf benötigst. Welche Crate-Inhalte du genau ziehst, ist allerdings nach wie vor Zufall – das Ergebnis: Spieler, die echtes Geld nutzen, bekommen eher High-End-Upgrades.

Inwiefern ist das Pay-to-Win?

Spieler, die für Crates bezahlen haben leichteren Zugang zu Star-Karten und damit schneller stärkere Fähigkeiten. Es bleibt zwar abzuwarten, inwiefern diese Star-Karten das ganze Spiel auf dem Schlachtfeld verändern können. Doch es ist klar, dass bessere Fähigkeiten und Items zu einer größeren Chance zu gewinnen führen. Du bekommst durch Mikrotransaktionen einen klaren taktischen Vorteil. Sollte Battlefront 2 tatsächlich auf das Pay-to-Win-Modell zurückgreifen, startet mit Sicherheit eine größere Kontroverse.

Star Wars Battlefront 2 erscheint am 17. November 2017 für PlayStation 4, Xbox One und PC.

Weitere Themen: Star Wars, E3 2017, Electronic Arts

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