StarCraft 2 nicht mehr 2008

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(Maxi) Die Welt kann oft grausam sein. Besonders grausam ist sie im Moment zu allen RTS-Liebhabern, die gespannt auf den Nachfolger des Heiligen Grals der Echzeitstrategie warten: StarCraft 2. Allerdings zeigt Blizzard Herz und veröffentlicht neue Screenshots zum kommenden Echtzeit-Hit.

StarCraft 2 nicht mehr 2008

Die Ankündigung von “Diablo 3″ ist natürlich schon ein absoluter Hammer. Aber wie groß wäre die Euphorie gewesen, wenn der kalifornische Entwickler Blizzard auch noch das Release Datum zu “StarCraft 2″ verraten hätte? Dieser freuchte Traum wurde von Rob Pardo, dem Vizepräsident von Blizzard zunichte gemacht.

Laut Pardo hat man bereits das erste Drittel der Kampagne fertiggestellt und macht sich an die Arbeit, um den Rest des Spieles bis zur Beta salonfähig zu machen. Das lässt auch darauf schließen, dass eine Beta auch erst nächstes Jahr zu den realistischen Optionen gehört.

Außerdem wurden auf dem World Wide Invetational in Paris weitere Details zum Spiel preisgegeben:


Zerg

* Neues Kriecher-Konzept gegenüber Starcraft: Broodwar. Kriecher soll für die Zerg mehr zu einer Ressource werden, die sie im Spiel möglichst weitläufig haben wollen. Kriecher kann auf folgende Arten erzeugt werden:
o Bau einer Brutstätte
o Bau eines Creep Tumors
o Einsatz der Creep-Fähigkeit eines Overlords
Dabei sollte man noch erwähnen, dass der Creep Tumor nun nicht mehr unterirdisch ist und ein neues Layout hat. Dennoch ist er anders als die alte Kriecherkolonie, denn ein Tumor kann gewissermaßen Metastasen bilden, d.h. in seinem Radius weitere Tumore platzieren, die dann ja wiederum Kriecher erzeugen. Damit kann ein Zerg seine Kriecherfläche ernorm vergrößern.
Doch wozu der viele Kriecher? Auch darauf gibt es gleich mehrere Antworten:
o Die Königin bewegt sich hierauf deutlich schneller
o Die laufenden Nachfolger von Sporen- und Tiefenkolonie können sich nur auf Kriecher bewegen
o Der Nyduswurm benötigt Kriecher, um platziert zu werden.
* Geänderter Nyduswurm: Es kriecht kein Wurm mehr über die Karte, sondern der Kanal wird wie im Vorgänger gesetzt, wobei allerdings noch immer alle Ausgänge miteinander verbunden sind. Da man nun wieder Kriecher am Zielort braucht, kriegt der Overlord mit seiner Fähigkeit zur Kriechererzeugung wieder eine zentrale Rolle im Truppentransport.
* Crawler: Die Kolonien sind wieder da und können nun auf dem Kriecher laufen. Der Nachfolger der Tiefenkolonie heißt “Spine Crawler” und sieht aus wie eine Tentakel mit Beinen. Gegen Lufteinheiten setzt man hingegen lieber auf laufende Rüssel namens “Spore Crawler”.
* Die Königin hat ein paar Änderungen gebenüber der PressTour-Version bekommen und läuft nun ohne Creep ungeheuer langsam. Als Fähigkeiten hat sie Transfusion, was im medizinischen Sinne zu verstehen ist, nämlich als Heilung für nahe Spine Crawlers beispielsweise. Dazu kommen der bekannte Deep Tunnel, d.h. die Möglichkeit zu eigenen Gebäuden zu tunneln, Swarm Infest und Larvenmutation, wobei letzteres aus den an die Brutstätte gebundenen Larven mobile Larven macht, die dann überall sich in ein Ei verwandeln können.
* Der Curruptor, die zentrale fliegende Luftabwehr der Zerg, macht aus besiegten Einheiten einen infizierten eigenen Kämpfer.
* Für Kenner nicht neu sind die Berstlinge, welche zwar nicht viel HP haben, aber gut versteckt auch eine böse Überraschung für marschierende feindliche Armeen sein können.

Protoss
Das Prinzip hinter dem Protoss-Design lautet “Weniger Einheiten, mehr PSI”. Protossarmeen sind nicht selten klein, aber wirkungsvoll und für den Erbauer auch durchaus teuer.

* Der Annulator ist ein Frühcaster, welcher neben der relativ ausgiebig diskutierten Antigravitationsfähigkeit auch über Möglichkeit verfügt Kraftfelder zu erzeugen. Diese stellen einfach ein Hindernis dar, was man beispielsweise benutzen kann um Wege zu blockieren oder zu verengen. So manche nahende Zerghorde lässt sich so in ein Nadelöhr zwingen, wo man mit wenigen, aber schlagkräftigen Einheiten den Vorstoß aufhalten kann.
* Wieder mal verändert wurde auch das Mutterschiff. Es benötigt zwar noch immer einen Flottensignalgeben, wird dann aber im Nexus gebaut, was seinem Auftritt eine gewisse Imposanz verleiht. Das Schwarze Loch sucht man aber vergebens, das ist nicht mehr zu finden. Mit dabei ist noch die Zeitbombe, welche die auf das Schiff zufliegenden Waffenprojektile ala Matrix verlangsamt, so dass das Schiff noch ausweichen kann. Dazu kommt nun die klassiche Rückruf-Fähigkeit des Arbiters.

Terraner
Wenn die Terraner ein Motto haben, dann sei es “Guns, guns and bigger guns”, so Pardo. Im Detail geht er noch auf zwei Einheiten ein:

* Der Schakal ist eine Art schneller, mobiler Feuerfresser auf Rädern. Es lässt sich natürlich offensiv für schnelle Vorstöße nutzen, aber auch defensiv, z.B. an einem Klippenaufgang, wo die Stichflamme fast so lang wie der Aufgang ist. Mit wenigen Schakalen oben kann man damit schon im wahrsten Sinne des Wortes ein Sperrfeuer erzeugen.
* Der Thor wird noch immer in der Fabrik gebaut und hat eine Anti-Air-Flak, kann aber auch Bodeneinheiten angreifen. Neu ist nun die Tatsache, dass nach einem verlorenen Kampf sein Wrack liegen bleibt und von jedem Spieler benutzt werden kann, um daraus wieder einen Thor zu bauen. Etwas, das ich auf jeden Fall noch auf meine Liste der zu testenden Dinge setzen werde.

Quelle: ingame.de

In der Fotostory findet Ihr außerdem noch interessante Screenshots um das Warten auf diesen Blockbuster zu verkürzen!

Weitere Themen: StarCraft 2 Demo, Activision Blizzard

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