Hol Dir jetzt die neue kino.de App     Deutschland geht ins kino.de

Starcraft - Wettskandal in Korea

commander@giga
22

(Fabian) Mit StarCraft II im Anmarsch sollte man eigentlich meinen, dass ganz Korea in schweigender Erwartung vor den Bildschirmen hockt und wartet. Stattdessen hallen Schreie der Empörung durch die Hochburg des e-sports. Vor ca. einem Monat wurde bekannt, dass verschiedene Top-Spieler absichtlich Spiele verloren hatten.

Für einem Zeitraum von 2006 bis 2008 stehen 11 Spieler für 11, angeblich manipulierte, Begegnungen am Pranger. Zusätzlich sollen vertrauliche Informationen in Form von Spiele-Replays zahlenden Wettbüros zugespielt worden sein. Diese können für gegnerische Teams entscheidende Informationen enthalten.

Sogar Ma Jae-Yoon (bekannt als “sAviOr”) ist einer der A-Rang Celebrities, auf die mit Fingern gezeigt wird. Er hatte zwischen ’07 und ’08 seine bisher schlechteste Spielphase, was bisher auf eine nicht verdaute Niederlage zurückgeführt wurde.
Anscheinend hatten verschiedene illegale Wettorganisationen den Spielern bis zu 5.700 $ für hin geschmissene Spiele geboten, um dann gegen die Mehrheit zu wetten. Diese koreanische Wettmafia soll sogar “Trainingsinstitute für professionelle Gamer-Hoffnungen” betrieben haben, die als Front zur Anwerbung von Spielern dienten.
Der Skanal betrifft auch die Veranstalter des e-sport-Ereignisse. Denn die wussten bereits Bescheid und unterhielten sich klammheimlich über ein friedliches Zusammenleben mit der Wettmafia.

In Korea ist StarCraft seit Jahren ein Nationalsport. Die Tournaments füllen ganze Stadien, sowohl mit Teilnehmer, als auch Fans. Es gibt eigene TV-Sender, deren ganzes Programm sich mit dem Pixel-Sport befasst. Pro-Spieler können dort bis zu 300.000 $ im Jahr verdienen.

Während der Skandal um sich greift, betreiben die verschiedenen Teams Hausputz, indem sie betroffene Mitglieder offenlegen und ausweisen. Einige werden sogar zum “Ruhestand” gezwungen.
Obwohl e-sport international noch keine “offiziell anerkannte” Sportart darstellt, bleibt die Tatsache bestehen, dass hier echtes Geld im Spiel ist, und zwar nicht wenig. Es werden schon Vergleiche mit den 1919er Skandal der Black Sox gezogen, bei dem 8 Baseball-Pros aus den USA an ähnlichen Aktivitäten beteiligt waren.

Weitere Themen: StarCraft 2 Demo, Activision Blizzard

Neue Artikel von GIGA GAMES

GIGA Marktplatz