Super Street Fighter 4 Arcade Edition - Im Test: Neue Kämpfer, neues Balancing, neuer Unmut

David Hain
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"Turbo", Hyper", "Super", "Extra" – klingt nach Scooter, ist aber der ganz normale Wahnsinn, der für gewöhnlich vor, hinter oder in den Namen der "Street Fighter"-Games stattfindet. Wer kann schon noch sagen, welcher Teil denn nun "Street Fighter EX Plus Alpha" ist oder worin sich denn nun "Hyper Street Fighter 2" und "Super Street Fighter 2 Turbo" genau unterscheiden. Ist aber eigentlich auch egal, solange es genügend aufs Maul gibt. Namen sind doch eh Schall und Rauch.

Super Street Fighter 4 Arcade Edition - Im Test: Neue Kämpfer, neues Balancing, neuer Unmut

Capcom folgt dieser Philosophie seit den frühen Neunzigern: Ein neuer Endgegner im Spiel? Einfach ein “Super” vor den Titel schreiben. Drei Bonusstages werden integriert? Das schreit nach einem “Turbo”. So zog sich das stets durch, zuletzt durfte man “Street Fighter 4” im Jahr 2010 noch einmal genießen – samt zehn neuer Kämpfer, frischer Arenen und Ultra-Moves. Ein dickes Paket, für das sich der Neukauf schon mal lohnt.

Ob es Leute gibt, die sich angesichts solcher Neuerungen in einen Rausch kaufen, sei einmal dahin gestellt. Fakt ist, “Super Street Fighter 4″ ist die definitive Version eines großartigen Prüglers. Beziehungsweise war, denn Capcom schiebt nun nach: Festhalten, das dauert jetzt ein bisschen – “Super Street Fighter 4 Arcade Edition” ist die neue definitive Version, die eine, ultimative Fassung, die man auf gar keinen Fall verpassen sollte, nein, darf, weil…na weil halt.

Man könnte Capcom diesen Veröffentlichungsmarathon der immer gleichen Spielideen beinahe übel nehmen, wenn man es nicht sowieso schon von den Japanern gewöhnt wäre. Wann immer den fleißigen Asiaten ein neuer Aufwärtshaken einfällt, gibt’s dafür gleich ein komplett neues Spiel. So läuft das, so kennen wir das. Fans werden sich also kaum über den Tisch gezogen fühlen. Auch wenn die Inhalte der “Arcade Edition” ausgesprochen überschaubar sind.

Vier neue Kämpfer sind im Paket, zwei davon im Grunde aber schon seit der vorletzten Iteration. Evil Ryu ist die wenig kreative, dunkle Version des Classic-Charakters, Oni einfach ein Akuma mit neuen Skins. Das kann man nicht viel mehr als “nett” finden, als echte Neuzugänge gehen aber beide nicht durch. Die kommen dafür in Form der extrem agilen Zwillinge Yun und Yang (bekannt aus “Street Fighter 3″), die tatsächlich spielerischen Mehrwert bieten.


Endlich mal zwei Neuzugänge, die nicht die x-te Variation von Ken und Ryu darstellen, endlich mal keine Hadoukens oder Shoryukens. Aber: Jedem Spieler werden die beiden ganz sicherlich nicht schmecken – besonders dann nicht, wenn man gegen sie antreten muss. Die extreme Mischung aus Wendigkeit, schnellen Dashes, starken Combos und einem Dive-Kick, der sämtliche Gegner direkt aus der Luft pflückt, lässt die beiden zum Albtraum jedes Matchups geraten.

Weitere Themen: Super Street Fighter 4 3D-Edition, Capcom

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