It's-a-me, Super Paper Mario für die Wii!

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(Pat) Mit Super Paper Mario schickt Nintendo sein schnauzbärtiges Maskottchen in das erste grandiose Rollenhüpfspiel auf der weißen Zauberkiste. In welche Dimensionen es die italienische Pappnase diesmal zur Rettung seiner großen Liebe Peach verschlägt, erfahrt Ihr heute im Konsolenbereich.

It's-a-me, Super Paper Mario für die Wii!

Die immerwährende Entführungsgeschichte des unglückseeligen Traumpaars Mario und Peach scheint mit der Wii-Version des Pappklempners ein Ende gefunden zu haben: Statt von ihrem Dauerpeiniger King Bowser eingesperrt und der Freiheit beraubt zu werden, findet man die Prinzessin an der Seite des stacheligen Fieslings vor dem Traualtar wieder. Diese schreckliche Zwangsverbindung ist auf keinen anderen als den gemeingefährlichen Oberschurken Count Bleck zurückzuführen, der durch diese Heirat die Prophezeiung des “Chaos Heart” vom Ende der Welt zu erreichen hofft.

Das Unglück scheint zunächst unabwendbar, denn die Hochzeitszeremonie wird vollzogen und Peach scheint damit bis ans Ende ihrer Tage als Queen Bowser verdammt.
Es versteht sich von selbst, dass unser haariger Klempner Mario da nicht tatenlos zusehen kann. Er ergreift die letzte Aussicht auf Abwendung der üblen Verbindung und begibt sich auf eine gefährliche Reise zurück in die Vergangenheit um in acht Levels je eines der “reinen Herzen” aufzustöbern und damit endlich Harmonie einkehren zu lassen.

Während sich die ersten beiden “Paper-Mario” Teile durch rundenbasierte Kämpfe eher in die Action-RPG-Riege einreihen ließen, haben die Entwicklerjungs von Intelligent System den dritten Teil einer positiven Steigerung unterzogen.

Was zu Anfang wie ein konventionelles 2D-Jump ‘n Run wirkt, entpuppt sich recht fix als hochgradig innovative Spielidee. So gibt man nicht mehr auf eingegrenzten Kampfarenen den Gumbas und Panzergetier eins auf den Deckel, sondern im schnelllebigen Verlauf der Spielwelt selbst. Gänzlich von der Rollenspielgattung abgekommen ist Super Paper Mario nun aber auch nicht, denn unser Alter-Ego ist mit einem Lebenspunkte-Konto ausgestattet, das durch regelmäßigen Levelaufstieg kontinuierlich aufgebaut wird.
Den Kern des Spiels bildet jedoch nach wie vor die Hüpf- und Sammelmanie des schnauzbärtigen Protagonisten. Diese wird durch eine grandiose Neuerung auf eine nächste Stufe des ohnehin genialen Spielprinzips angehoben. So gilt es willkürlich vom Pappaufsteller-Mario zum knackig-runden 3D-Klempner zu wechseln, sprich per simplen Knopfdruck zwischen 2D und Pseudo-3D-Ansicht zu switchen. Dadurch drehen sich die farbenprächtigen 2D-Kulissen um 90° in eine Art 3D-Landschaft.

Und dieser Schritt ist zur Bewältigung des Geschicklichkeitsparcours durchaus notwendig, da man in der 2D-Perspektive oftmals einen höher liegenden Weg nicht erklimmen kann und sich mit Drehen der Spielwelt sodann außen an dem Hindernis vorbeimanövrieren muss.
Als treuer Begleiter und Helfershelfer flattert stets der goldige Schmetterling “Tippy” hinter uns her, der zwischendurch mit Einsatz der Wiimote zur Analyse bestimmter Ortschaften geschickt wird. Ansonsten lenkt sich Super-Paper-Mario komplett durch einfachste Knopfdrücke, ganz wie in alten N64- oder Gamecube-Tagen.

Die regelmäßigen Kämpfe gegen riesenhafte Endgegner, das Werfen, Springen und Einheimsen von Goldmünzen und Pilzen in einer klassischen 2D-Welt lässt unweigerlich nostalgische Gefühle aus einer längst vergangenen Nintendo-Ära aufkommen. Denn das Spielgefühl wird auf einmalige Weise beibehalten, aber durch den stetigen Wechsel zwischen 2D und 3D wird ein wundersamer Sprung in die nächste Generation geschafft. Insgesamt bewegt sich “Super Paper Mario” durch die originelle Verbindung zwischen Retro- und NextGen Design in höchsten Nintendo-Dimensionen und trifft damit hitverdächtig den Nerv der Zeit.

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