TERA Kurzcheck: Neues MMO, neues Glück?

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Es ist ja nun nicht so, dass wir noch nicht genug Material auf dem MMORPG-Markt hätten, allerdings sorgte dieser Titel bereits seit einiger Zeit für gesteigerte Erwartungshaltung und Spannung. Jonas und Tom haben Frogsters TERA angetestet und sagen euch, wie viel es wirklich taugt.

Jonas: Grafisch imposant lockt uns “TERA” allem voran mit jeder Menge Brüsten. Nein, ehrlich: Hier ist für fast jeden was dabei: Kleine Brüste, große Brüste, schuppige Brüste, haarige Brüste, Brüste mit Hörnern, Brüste mit Elfenohren – Check. Und für die ernsthaften Rollenspieler unter den Onlinern?

Mal im Ernst – in der Welt von TERA gibt es sieben grundverschiedene Völker, die sich aber hauptsächlich durch ihr Aussehen unterscheiden. Alle gemeinsam kämpfen sie gegen ein drohendes Unheil, das von den eben erst aufgetauchten Dämmerinseln stammt. Die sind aber so hübsch anzuschauen, dass man dort gar kein Übel erwarten würde. Die Geschichte ist ein wenig verworren, deshalb muss an dieser Stelle die Erwähnung des Kampfes Gut gegen Böse reichen, um die Rahmenhandlung zu erklären. Die vielen Namen kann sich eh keiner merken.

Um an der Schlacht teilzunehmen schlüpfen wir in eine der acht verschiedenen Klassen. Da das große Alleinstellungsmerkmal von TERA das Action-orientierte Kampfsystem darstellt, nehmen die sich in Sachen Bewegung kaum etwas. Es heißt nämlich für jede Klasse – ob Tank, Damage-Dealer oder Heiler – Laufen, Laufen und jede Menge Laufen.

Das ist gewöhnungsbedürftig, rockt aber dann doch ganz schnell. Denn immerhin zeichnet sich so ein viel dynamischeres Kampfsystem ab als in vergleichbaren Titeln des Genres, wo es nur darauf ankommt, die richtige Rotation in seinen Fähigkeiten zu kennen. Der Nachteil liegt dabei allerdings noch ein wenig im Balancing der einzelnen Klassen. So haben die vier Nahkampfklassen deutlich mehr Vorteile aus den auf der rechten Maustaste angelagerten Ausweichskills als die Fernkämpfer. Denn während sich die Krieger in den Rücken der Feinde schießen können und dort deutlich mehr Schaden anrichten können, sind Bogenschütze und Magier mehr mit Wegrennen beschäftigt denn mit Angreifen.

Wo das Feature des dynamischen Kampfsystems sicherlich seine Abnehmer finden wird, stößt die Auswahl der Quests hingegen ein wenig saurer auf. Deutlich ist der asiatische Grind-MMO-Einfluss TERAs zu merken: Jede 1,5te Quest besteht aus einem Genozid einer der sich allzu häufig wiederholenden Monster. Da das Userinterface überwiegend zu klein eingestellt ist und demnach auch die Schriftgröße der Quest-Beschreibungen schwer leserlich war, dachten wir uns: „Bla, wird schon stimmen.“ Das beschäftigt uns bis Stufe 10, bis wir dann mehr und mehr merken, dass die langsam dazugelernten Fertigkeiten nicht für die immer größer werdenden Gegnerhorden ausreichen und wir Freunde, oder zumindest Gruppenmitglieder benötigen.

Gescriptete Vollheilungen von Questgegnern nach kurzer Zeit erfordern dann schon einmal die geballte Schlagkraft einer mehrköpfigen Gruppe, damit man den Bösewicht in der erforderlichen Zeit flachlegt. So werden Zusammenschlüsse erzwungen, die nach Erfüllung wieder zerspringen, nur um beim nächsten Miniboss in neuer Konstellation wieder zu entstehen.

Letztgenannte warten übrigens mal nicht am Ende eines Dungeons darauf, dass sie von dahergelaufenen Helden erschlagen werden, sondern wandern frei durch die Welt und fallen arglosen Wanderern schon einmal ungebeten in den Rücken. Das ist neu und toll, vor allem, wenn sie dann auch noch ordentlich Loot dabei haben.

Über das angepriesene Politik-System konnten wir in unserer bisherigen Spielzeit noch nichts herausfinden, klingt das jedoch alles nach relativ gewöhnlichem PvP und Gildengerangel. Nichts, was mich in Zukunft übermäßig interessieren wird.

Alles in allem bin ich ein wenig enttäuscht ob der hoch angepriesenen Features, die mittlerweile in jeder Menge anderer Titel schon zu sehen waren.

Ersteindruck: Befriedigend

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