Wing Commander - Weltraum-Kampf-Simulation mit Geschichte

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(philippW) Wing Commander eine Serie, die wohl den meisten von uns unvergessen bleibt. Die Weltraum-Kampf-Simulation aus dem Hause Origin Systems, erschaffen und produziert von Chris Roberts, Spiele-Designer und Film-Produzent, war nicht nur Grundlage für Sammelkarten oder Actionfiguren sondern brachte sogar eine eigene Trickfilm-Serie und einen Hollywood-Film hervor. Außerdem gab es noch einige auf der Story basierende Novellen und ein paar auf dem Universum aufbauende Spiele-Spin-Offs.

Wing Commander - Weltraum-Kampf-Simulation mit Geschichte

Die Saga spielt im 27. Jahrhundert und erzählt die Geschichte von einem Krieg zwischen Menschen und Kilrathi, einer Katzen ähnlichen außerirdischen Lebensform. Startend von einem Weltraumkreuzer, muss man sich durch mehrere Weltraumschlachten kämpfen, um die Kilrathi zu besiegen. Die Spiele-Serie zeichnete sich durch die geniale Geschichte aus, die durch animierte Zwischensequenzen, später sogar durch eine Hollywood-reife Inszenierungen mit bekannten Schauspielern, dem Spieler nahegebracht wird.

1990 definierte der erste Teil von “Wing Commander” ein neues Genre des Videospiels. Erstmals wurden ein Action-reiches Spielerlebnis mit einer kinoreifen Geschichte verbunden. In einer Ziet, in der die Videospiel-Industrie noch vorwiegend dominiert war von reinen Text Spielen, Point-N-Klick Adventures oder Arcade Spielen. Wing Commander war zwar nicht das erste Spiel, in dem der Spieler mit einem Raumschiff durch das All fliegen konnte, aber es war das erste mit einem weit gefächerten Missions-Baum. Wing Commander war der Titel, der es schaffte, den Computer vom verpönten Spielgerät zur wahren Gaming-Plattform zu etablieren.

Die Fortsetzung “Wing Commander 2: Vengeance of the Kilrathi” stand bereits 1991 in den Regalen und brachte wieder einige Innovationen mit sich. Die Routine-Unterhaltungen an der Bar, Missions-Vorbesprechungen und Nachbesprechungen wichen immer häufiger beiläufigen Unterhaltungen, dramatischen Veränderungen und Notfällen, welche das Spiel in ungeahnte Wege lenkten. Außerdem zeichnet sich das Spiel als Vorfahr einer Generation von cineastischen Sequenzen in Videospielen verantwortlich.

“Wing Commander 3: Heart Of The Tiger” nahm 1994 das Film-Konzept mehr als wörtlich, und wurde zum Pionier der Ära “Full Motion Video Game”. Das Spiel machte Schlagzeilen mit einem mehrere Millionen Dollar schweren Budget und den eingesetzten Star-Schauspielern. So spielten in den Zwischensequenzen von Wing Commander drei Schauspieler mit, wie der aus “Zurück in die Zukunft” bekannt Tom Wilson oder gar Luke Skywalker alias Mark Hammill, der nicht nur in “Star Wars” den Protagonisten mimte, auch in Wing Commander war er als, Christopher Blair, der Hauptdarsteller. Wing Commander 3 sollte sich weltweit über eine Millionen Mal verkaufen, und war damit eines der meistverkauften Spiele des Publishers Electronic Arts Anfang der Neunziger.

1996 brachte “Wing Commander 4: The Price Of Freedom” einen neuen Quanten-Sprung der Saga. Das Budget für die Zwischensequenzen schoss erstmals über 14 Millionen Dollar, und machte das Spiel zu seiner Zeit zum teuersten Titel der Geschichte. Atmosphärische Flüge durchs All, Missionen mit mehreren Etappen und im Verlauf des Spiels neu erforschte Technologien brachten Wing Commander 4 in nie vorher geahnte Tiefen.

Der fünfte Teil der Spiel Serie “Wing Commander: Prophecy” brachte die Saga in das Zeitalter der 3D beschleunigten Grafik. Erstmals war es in diesem Wing Commander Teil möglich mehrere Sekunden, gar Minuten über Raumschiffe zu fliegen. Auch unterwegs konnte man 1997 Wing Commander genießen, da noch im selben Jahr eine Version für den Game Boy Advance auf den Markt kam.

Schon ein Jahr später, 1998, kam der Nachfolger, “Wing Commander: Secret Ops” ins Internet. Dieser Teil der Sage sollte eine Experiment für eine auf Episoden aufgeteilten Verkauf eines Spiels über das Internet sein. Beginnend im August 1998 wurde für acht Wochen jede Woche eine neue Episode veröffentlicht.
1999 sollte der Erfolg der Spiele-Serie auch auf der großen Leinwand fortgesetzt werden. Produziert wurde der Film von Digital Anvil, einer 1996 von Chris Roberts gegründeten Spieleschmiede. Im von den Fans heiß ersehnten Wing Commander Film spielte Freddie Prinze Junior den jungen Christopher Blair der seine ersten Abenteuer auf der Tiger Claw erlebte. Doch die Fans waren entsetzt. Der Film war ein finanzielles Desaster. Digital Anvil hatte die Produktionskosten von über 30 Millionen Dollar nicht einmal zur Hälfte wieder eingespielt. Bedeute dies das Aus der Wing Commander Saga?

Die Saga scheint zu Ende. Jedoch wurde die Rechnung ohne Electronic Arts gemacht, die das Wing Commander Franchise nicht sterben lassen wollen. Und nach acht Jahren der Pause Wing Commander nicht nur auf den unterschiedlichsten Hendhelds veröffentlicht haben, sondern auf dem Xbox Live Marktplatz 2007 sogar einen völlig neuen Teil, “Wing Commander: Arena” , veröffentlichten. Bei Arena handelt es sich um einen reinen Multiplayer Titel, bei dem sich bis zu 16 Spieler gegenüber stehen und spannende Weltraumschlachten schlagen können.
Wohin uns die Wing Commander Saga in Zukunft noch führen kann bleibt abzuwarten…

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