MobileApps.com: Robin Hood für Entwickler?

Amir Tamannai

Amazon plant einen, Gamloft und GetJar gibt es schon, Handago.com und MobiHand.com dümpeln auch irgendwo im Netz — 3rd-Party App Stores sind kein neue Idee. Neu ist allerdings das Konzept, das MobileApps.com verspricht: Satte 95 Prozent (!) der Einnahmen aus dem Verkauf ihrer Software sollen die Entwickler beim kommenden Shop für iOS- und Android-Anwendungen erhalten.

MobileApps.com: Robin Hood für Entwickler?

“Unterm Strich ist unser größtes Ziel, als ‘Robin Hood’ der Entwickler gesehen zu werden, als ein Store, der in ihrem Interesse handelt” — das ist kein Exzerpt aus einem feuchten Traum eines Programmierers für Android-Applikationen, sondern eine offensichtlich ernst gemeinte Aussage von MobileApps.com Geschäftsführer und Gründer Alvin Koay, die er gegenüber pocketgamer.com tätigte.

95 Prozent der Einnahmen aus dem App-Verkauf über das Portal sollen nämlich direkt an die Entwickler gehen, MobileApps.com möchte sich mit den mageren restlichen 5 Prozent des Umsatzes begnügen — und das auch nur, um Unkosten, wie Gebühren für Kreditkarten-Transaktionen und und andere anfallende Ausgaben zu decken.

Wie das Unternehmen sich finanzieren möchte, darüber verriet Alvin Koay keine Details. In einem Blogeintrag auf MobileApps.com erklärten die Macher allerdings, dass sie keine App Store, sondern eher ein “Direktverkauf” (wholesale) für Anwendungen seien und damit gar nicht gewinnorientiert arbeiten würden. Höchstens über Werbung könnte/würde man versuchen, sich ein kleines Zubrot verdienen.

Klingt irgendwie zu naivschön, um zu funktionieren — so romantisch der Robin Hood-Gedanke in einer Google- und Apple-regierten App-Welt auch sein mag.

MobileApps.com

Weitere Themen: The Elder Scrolls: Arena Download, Bethesda Softworks

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