Themenspecial Android-Sicherheit (1): Was tun bei Verlust oder Diebstahl?

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Wie ankündigt bringen wir einen mehrteiligen Themenschwerpunkt zum Thema “Android Sicherheit”. Beginnen wollen wir mit dem offensichtlichsten und auch meistverbreiteten Szenario: euer Android-Phone geht verloren, wird geklaut oder macht sich sonstwie unerlaubt vom Acker. Das ist nicht nur ärgerlich, weil er euch mal viel Geld gekostet hat und ihr ihn mit all seinen Macken in der Zwischenzeit bereits sehr, sehr liebgewonnen hattet. Tatsächlich seid ihr sofort mit einem Haufen Sicherheitsprobleme konfrontiert, denn euer Smartphone ist längst zu so etwas wie einem Universalschlüssel zu eurem kompletten Leben geworden.

Themenspecial Android-Sicherheit (1): Was tun bei Verlust oder Diebstahl?

Auch wenn der Diebstahl des Gerätes selbst tatsächlich weiterhin die größte Gefahr für den gemeinen Smartphone-Besitzer darstellt, ist es wohl sinnlos euch diesbezüglich mit gutgemeinten mütterlichen Ratschlägen a la „immer schön im Brustbeutel tragen“ zu versorgen. Gehen wir also hypothetisch davon aus, dass euch euer Smartphone oder Tablet trotz Brustbeutel bereits geklaut worden, das Kind also in den Brunnen gefallen ist.

Das Problem des wie auch immer verlustig gegangenen Androiden erhält seine besondere Brisanz natürlich dadurch, dass ihr ihn ja mit allen möglichen privaten und sensiblen Daten gefüttert habt: neben euren persönlichen Korrespondenzen via E-Mail, SMS oder sozialen Netzwerken sind auf den kleinen Dingern zwecks Synchronisation ja in der Regel auch die Zugangsdaten und Passwörter zu weiteren Quellen persönlicher Informationen gespeichert, beinahe jeder dritte Smartphone-Besitzer nutzt mittlerweile Dienste wie Online-Banking oder PayPal. Und leider ist das kleine Ding von Haus aus auch vertrauensselig genug, diese Informationen jedem preiszugeben, der weiß, wie man einen einsamen Androiden ansprechen muss.

Deshalb solltet ihr euer Smartphone grundsätzlich unbedingt und immer per SIM-Sperre und Telefonsperre gegen unbefugte Zugriffe schützen. Android bietet hier eine PIN- oder eine sogenannte Mustersperre an. Letztere ist im Zweifelsfall allerdings aufgrund der nicht vermeidbaren Schmierspuren auf dem Bildschirm oft recht leicht zu knacken. Selbstverständlich ist auch die Einrichtung der automatischen Bildschirmsperre des Telefons nach einer nicht allzu langen Verweildauer ein Muss. Bei den meisten Androiden lassen sich die notwendigen Einstellungen unter „Standort und Sicherheit“ vornehmen.

Der relativ simple und gegenüber den neugierigen Blicken eines Laien auch durchaus effektive Schutzmechanismus durch SIM- und Telefonsperre sollte für euch eine Selbstverständlichkeit sein, bietet aber keinen ausreichenden Schutz: eine neue SIM-Karte ist schnell eingesetzt, die Bildschirmsperre kann schon durch den Anschluss an einen PC außer Gefecht gesetzt sein und auch eure SD-Karte kann einfach herausgenommen und ausgelesen werden.

Zur Verbesserung der Passwort-Sicherung eures Smartphones gibt es Apps wie Carrot App Lock (kostenlos), Application Protection (kostenlos), App Schutzeinrichtung II (kostenlos) oder App Lock (kostenlos), mit denen sich einzelne Apps wie SMS, E-Mail, Kontaktliste oder Online-Banking gegen unbefugte Zugriffe und Nutzung sperren lassen. Der Android Protector (kostenlos) kommt dabei ohne Werbung aus, mit Perfect App Lock Pro (1,25 Euro) lässt sich zusätzlich auch noch der USB-Anschluss schützen. Seal (2,49 Euro) ermöglicht darüber hinaus, Profile anzulegen und verspricht besonderen Schutz auch für euer gerootetes Gerät.

Passwort-Manager wie OI safe (kostenlos) und Password Keepox Free (kostenlos), KeePassDroid (kostenlos) oder Password Safe Lite (kostenlos) hingegen sammeln und verschlüsseln eure Passwörter. SplashID (7,06 Euro), SafeWallet (2,82 Euro), Password Protector (0,91 Euro) und MobileKnox (kostenlos) erlauben darüber hinaus eine Synchronisierung mit dem PC, Wallet (kostenlos) und Password Safe Pro (kostenlos) synchronisieren diese Daten über die Drop Box. Einige Apps wie Keeper Kennwort und geschützte D (kostenlos) ermöglichen, die sensiblen Zugangsdaten im Falle eines abhanden gekommenen Androiden auch per Fernzugriff zu löschen. Mit BioWallet Signature (kostenlos) lassen sich Apps mit der eigenen Unterschrift verschlüsseln – was ich mir bei meiner Unterschrift allerdings nicht unbedingt sicher und im Alltag eher nervig vorstelle. Über sehr umfangreiche Funktionen verfügt das Tool mSecure (3,53 Euro).

Wie ihr euer Smartphone oder zumindest eure Daten wieder bekommen und sensible Daten aus der Ferne löschen könnt, stellen wir euch im nächsten Teil der Reihe vor.

Titelbild: Jim Nuttle

Weitere Themen: The Elder Scrolls: Arena Download, Android, Bethesda Softworks


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