The Elder Scrolls Online Morrowind in der Vorschau: Der perfekte Zeitpunkt für Quereinsteiger

Alexander Gehlsdorf
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Seit dem Start von The Elder Scrolls Online warten die Spieler auf die Insel Vvardenfell, bekannt aus dem dritten Teil der Rollenspielreihe. Im Juni 2017 ist es endlich soweit, wenn das neue Kapitel The Elder Scrolls Online Morrowind erscheint. Was sonst noch alles in der Erweiterung steckt, liest Du in meiner Vorschau.

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ESO - Return to Morrowind - Trailer
2015 hätte das große Jahr von The Elder Scrolls Online werden sollen. Skyrim war noch immer ein Riesenerfolg, das Interesse an Bethesdas Fantasy-Spiel war so groß wie noch nie und Fans warteten schon seit Jahren sehnsüchtig auf die Möglichkeit, auch gemeinsam ins Abenteuer zu ziehen. Auch ich meldete mich voller Vorfreude für die geschlossene Beta an, hatte das Glück einen der begehrten Plätze zu ergatten und warf erstmals einen Blick auf das Online-Reich. Nach einem intensiven Beta-Wochenende dann aber die Ernüchterung: ESO fühlt sich noch zu sehr wie ein Online-Rollenspiel und zu wenig wie ein echtes Elder Scrolls an. Außerdem setzte Entwickler Zenimax auf das damals bereits veraltete Modell monatlicher Abo-Gebühren. Für mich war der entscheidende Faktor, ESO für’s erste sein zu lassen aber ein anderer: Obwohl das Spiel damit warb, den gesamten Kontinent Tamriel spielbar zu machen, fehlte ausgerechnet Vvardenfell, das Spielgebiet aus The Elder Scrolls 3: Morrowind, was von vielen Fans noch immer als bester Teil der Rollenspielreihe angesehen wird.

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Zwei Jahre später ist Elder Scrolls Online nun auf dem besten Weg, endlich das Spiel zu werden, was sich viele Spieler – einschließlich mir - zum Release gewünscht haben. Nicht nur, dass die Abo-Gebühren inzwischen abgeschafft wurden und das Spiel um zahlreiche neue Inhalte, zuletzt das Housing-Update Homestead, erweitert wurde, im Juni 2017 erscheint mit dem neusten Kapitel Morrowind endlich auch das vermisste Spielgebiet.

Kapitel? Heißen zusätzliche Inhalte denn nicht normalerweise Erweiterung? Richtig, eine Erweiterung, wie man sie etwa aus World of Warcraft kennt, ist Morrowind jedoch nicht. Die neuen Inhalte und Gebiete sind also nicht den hochrangigen Spielern vorbehalten sondern können von Anfang an von jedem Spieler genutzt werden. Bereits seit dem Update One Tamriel im Oktober 2016 sind solche Levelgrenzen passé. Im Umkehrschluss bedeutet das: Auch als Quereinsteiger kannst Du jederzeit mit Elder Scrolls Online loslegen und ohne große Umwege in Deinem Lieblingsgebiet losziehen.

Die größte Neuerung des Morrowind-Kapitels ist selbstredend die Insel Vvardenfell. Erstellt wurde diese basierend auf den Originaldateien von 2002, Veteranen dürfte also von Anfang an jeder Schritt bekannt vorkommen. Wirklich jeder Schritt? Nicht ganz, denn The Elder Scrolls Online spielt 700 Jahre vor dem Originalspiel. Der Rote Berg, ein mächtiger Vulkan in der Mitte der Insel, hat die Flora noch nicht in das von damals bekannte Ascheland verwandelt, stattdessen erblüht es an zahlreichen später dann trostlosen Stellen. Insgesamt wird Vvardenfell etwa 40 Prozent größer als das Gebiet Orsynium und somit zur größten Zone des gesamten Spiels.

Gut 30 Stunden soll Dich die Hauptquest des Kapitels beschäftigen. Darin muss dem erkrankten Gott Vivec das Leben gerettet werden. Stirbt dieser, so ist auch Vvardenfell dem Untergang geweiht. Fans der alten Schule kennen Vivec natürlich noch aus dem Original-Morrowind und dürfen sich darüber hinaus über eine ganze Menge weiterer Aha-Momente und Wiedersehen freuen. So betrittst Du die Insel im Hafen von Seyda Neen, genau wie schon vor 15 Jahren. Wie damals wirst Du abermals von einem Soldaten empfangen, der alle Neuankömmlinge registriert. Was Kennern dabei auffällt: Dieser trägt den gleichen Nachnamen wie sein Pendant aus dem Klassiker. Wie der (Urgroß)Vater so der Sohn. Überschneidungen mit dem Original wie in dieser Form soll es jede Menge geben. Zum Beispiel triffst Du im neuen Kapitel auf einen Abenteurer, der sich als der Nerevarine ausgibt, der prophezeite Retter Morrowinds. Klar dass der Kollege schwindelt, der wahre Nerevarine setzt schließlich erst 700 Jahre später in Form des Spielers seinen Fuß auf Vvardenfell. Trifft man im Original aus dem Jahr 2002 jedoch in einer Szene die Geister der falsch ernannten Nerevarine, ist selbstredend auch der beschriebene Schwindler dabei.

Auch wer Morrowind nicht gespielt hat, jedoch bereits in The Elder Scrolls Online zahlreiche Abenteuer erlebte, darf sich über das ein oder andere bekannte Gesicht freuen. So wird Dich zu Beginn des neuen Kapitels Naryu Virian an die Hand nehmen. Die Dunkelelfin spielte bereits in den bisherigen Kapiteln immer wieder eine Rolle, selbstredend dass sie auch in ihrem eigenen Heimatland nicht fehlen darf. Mittels ihrer Kontakte wirst Du in Morrowind die Morang Tong unterstützen, die Assasinengilde, die auf Vvardenfell für das politische Gleichgewicht zwischen Telvanni, Dres und Redoran sorgt, den drei herrschenden Häusern der Insel. Offiziell beitreten darfst Du dem arg exklusiven Verein allerdings nicht.

Doch es stecken noch einige weitere Inhalte in Morrowind. Vor allem auf die erste neue Charakterklasse, den Warden, warten Fans schon seit Release. Ähnlich wie der Jäger in World of Warcraft ist der Warden eine sehr naturverbundene Klasse. So steht ihm etwa als permanenter Begleiter ein Bär zur Verfügung, der im Kampf kräftig mit austeilen kann. Die drei neuen Skillungen decken alle Spielstile gleichermaßen ab: Winter’s Balance eignet sich für Tanks, Green Balance für Heiler und Animal Companion verursacht den größten Schaden.

Bildergalerie TESO Morrowind

Weiterhin stellt Zenimax den neuen PvP-Modus Battlegrounds vor. Anders als die bisherigen, großen Schlachten stehen sich darin lediglich drei Vierer-Teams gegenüber. Ideal also für das kurze Gefecht zwischendurch.

The Elder Scrolls Online: Morrowind erscheint am 6. Juni 2017 für den PC, PlayStation 4 und Xbox One.

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Weitere Themen: The Elder Scrolls III: Morrowind, The Elder Scrolls, Bethesda Softworks

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