Wer die Microsoft-Pressekonferenz der E3 2017 mitverfolgt hat, muss The Last Night aufgefallen sein. Die einzigartige Verbindung aus 2D-, 3D- und Pixel-Elementen ist etwas völlig Neues. Garniert mit atmosphärischer Musik vom Künstler Lorn und Neonlichtern, könnte das der Indie-Hit des Jahres 2018 werden.

2014 waren die Brüder Tim und Adrien Soret noch unbekannte und unbeholfene Entwickler, die einen Cyberpunk Jam gewannen. Sie entwickelten die Idee für The Last Night und programmierten es in 12 Tagen. Das Ergebnis von damals kann man immer noch auf der Website der Brüder Soret kostenlos herunterladen. Unter 260 Spielen wurden sie als eindeutige Sieger gekürt. Und auch drei Jahre später haben sie gewonnen. Sie konnten einen Deal mit Microsoft an Land ziehen.

  • Release: 2018
  • Plattformen: PC (Windows, Mac und Linux) und Xbox One
  • Entwickler: Odd Tales
  • Publisher: Raw Fury
The Last Night - E3 2017
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„Oh mein Gott, dieser Kunststil!“

Schaut man sich Kommentare unter dem Trailer an oder unterhält sich mit Freunden, ist dieser Satz ein oft gehörter. The Last Night besticht durch seine unglaubliche Optik. Laut Tim Soret, der mittlerweile sein eigenes Entwicklungsstudio namens Odd Tales gründete, ist das Adventure eher als „next-gen 2.5D cyberpunk game“ zu beschreiben. Dabei ist das Wörtchen Cyberpunk aber auch fehl am Platz. So benennt Publisher Raw Fury den Stil eher als „Post-Cyberpunk„.

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So geht es in The Last Night nicht um eine dystopische Welt, die dem Untergang geweiht ist. Vielmehr lernen wir Charlie kennen. Er lebt in einer Welt, in der die Maschinen nicht mehr nur handwerkliche Arbeit verrichten, sondern auch kreative Jobs ausüben. Die Menschheit ist bei weitem nicht mehr so clever und präzise, weshalb sie sich nur noch über ihren Konsum identifiziert. Ein schlimmer Unfall aus seiner Kindheit zwingt Charlie dazu, die pulsierende Stadt um ihn herum nicht richtig erleben zu können. Von Depressionen geplagt kann er vier unterschiedliche Bezirke bereisen, Drohnen einsetzen und mit Waffen hantieren. Dabei gibt es Shooter-, aber auch Stealth-Elemente.

Charlie gehört nicht dazu.
Charlie gehört nicht dazu.

Features des Post-Cyberpunk-Abenteuers

Ihr könnt euch in den vier Bezirken frei bewegen – solange, bis ihr keinen Mist baut. Mit Transportmitteln der Zukunft reist ihr zwischen ihnen umher. Das cineastische Jump’n’Run besticht mit narrativem Fortschritt und verschiedenen Elementen aus anderen Genres. Ihr könnt Passanten aktiv ansprechen. Wenn euch das Gespräch zu viel wird, kann Charlie die Waffe ziehen oder mittendrin weggehen. Euer Gegenüber wird sich das aber genauso merken, wie die Themen, die ihr angesprochen habt.

In dieser Stadt ist viel los.
In dieser Stadt ist viel los.

Der Soundtrack wird rein aus Musik erzeugt, die ihr aus den Läden, an denen ihr vorbeischlendert oder -rennt, hört. Zudem wird immer Gerede und alltäglicher Stadt-Sound zu hören sein, damit The Last Night so immersiv wie möglich ist. Bis jetzt gibt es noch keinen Release-Termin für The Last Night. Das Spiel wird Konsolen-exklusiv auf der Xbox One erscheinen. Auf dem PC werden die Betriebssysteme Windows, Linux und Mac bedient.

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