The Secret World Vorabtest: Im Dunkeln ist gut Munkeln

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Lange schon ist die Rede vom nächsten großen MMO aus der Schmiede der „Age of Conan“-Macher, dabei weiß eigentlich keiner so recht, worum es sich in „The Secret World“ eigentlich dreht. Wir klären euch Schritt für Schritt über das Online-Rollenspiel auf, ob es euch schließlich zusagt, entscheidet ihr am Ende selbst.

The Secret World“ beschreibt die Welt im Schatten, in der Geheimorganisationen schalten und walten und ihren Krieg um die Vormachtstellung um weltliche Güter und okkulte Relikte führen. Die dominierenden drei Fraktionen – Illuminaten, Templer und Drachen – schließen allerdings bereits zu Beginn ein wackeliges Bündnis, um einen gemeinsamen größeren Feind zu bekämpfen. Ein bißchen Dan Brown, ein bißchen H.P. Lovecraft.

Ein mysteriöser Anschlag auf die Tokioter U-Bahn und die Verwandlung von Menschen in Bestien bringt eine erneute Zusammenkunft der Fädenzieher im Geheimen auf den Plan. Je nachdem, welcher dieser Dan Brown'schen Parteien ihr den Vortritt gewährt, gestaltet sich die Einzelspielerkampagne und deren Erzählstil aus einem anderen Blickwinkel, erzählen aber alle eine Geschichte.

Dabei sprechen wir bereits die große Besonderheit von „The Secret World“ an. Denn neben der einen Hauptmission, der ihr durch das Spiel folgt, lauern am Wegesrand Quests, wie sie eigentlich nicht Genre-Standard sind. Natürlich kommt auch „The Secret World“ nicht komplett ohne Sammel- und Töte-Missionen aus, jedoch liegt ein Großteil der Aufgaben in einem weitaus spannenderem Sektor begraben.

So finden sich hier und da Questgegenstände am Boden, in versteckten Nischen oder bei getöteten Mobs, die euch minimale Hinweise auf den nächsten Schritt einer just gestarteten Nebenmission geben. Da gilt es dann beispielsweise Ortschaften anhand von Tipps selbst zu finden, Nummerncodes aus Bibelversen zu interpretieren oder aber mehrere Aktenschränke nach der richtigen Schublade abzugrasen. Später im Questlog nachlesen? Fehlanzeige! Wer partout nicht auf des Rätsels Lösung kommt, kann den spielinternen Browser bemühen, Mitspieler im Chat ausquetschen oder einfach die Aufgabe aufgeben.

Dabei fiel beim Anspielen besonders positiv auf, dass sowohl Hauptmission als auch storyrelevante Quests stets mit kleinen Zwischensequenzen inszeniert wurden, die voll vertont und animiert sind. Das steigert dann trotz etwas unschöner Gesichtstexturen enorm das Feeling.

Was neben den Quests ebenfalls erfreulich auffiel, war das Skill-System. Endlich keine einschränkenden Charakterklassen mehr: Jeder Spieler entwickelt sich, wie er es wünscht und wählt dabei aus jeweils drei Nahkampf-, Schusswaffen oder Zaubern zwei aus, die er im Kampf nutzen will.

Dabei bringt jede Waffengattung aktive wie passive Kampffertigkeiten, aber auch Heilfähigkeiten mit sich. Ein selbsternannter Heiler könnte also genauso gut mit Zauberwaffen in den Kampf ziehen wie mit einem Vorschlaghammer und der Schrotflinte.

Neben den Charakterklassen fehlen in „The Secret World“ ebenfalls die bekannten Charakterstufen. Natürlich steigt unser Erfahrungsbalken mit erledigten Quests und getöteten Gegnern, doch beim Erreichen der magischen Obergrenze addiert sich unser Level nicht um Eins, stattdessen erhalten wir einen Kraftpunkt, den wir in unser Kraftrad aus Fähigkeiten investieren können.

Eine logische Schlussfolgerung aus dem Fehlen von Stufen und dem Erhalt von Kraftpunkten ist die Möglichkeit zum vollkommenen Erwerb aller erlernbarer Fähigkeiten. Doch auch wer diese Zeit investiert, bleibt auf der Auswahl von je sieben aktiven und passiven Fertigkeiten in eurer Hotbar – im Spiel „Deck“ genannt – sitzen.

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