The Witcher - Enhanced lebt es sich besser

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(Maxi) Der Hexer hat sich, seit seinem Erscheinen im Oktober vergangenen Jahres, eine große Fangemeinde zugelegt. Innerhalb der ersten drei Monate konnte sich Geralt von Rivien in über 600.000 Festplatten einnisten und könnte es sich eigentlich mit seinen unzähligen Auszeichnungen richtig gut gehen lassen.

The Witcher - Enhanced lebt es sich besser

Dabei ging es Geralt zum Release-Zeitpunkt überhaupt nicht gut. Sein Abenteuer war von vielen Bugs und ewig langen Ladezeiten geplagt. Diese spielerischen Unreinheiten sorgten dafür, dass wir von GIGA von “The Witcher” nicht sonderlich begeistert waren. Der eigentlich fantastische Tiefgang der Story wurde uns durch technische Mängel verwehrt, und so verschwand der Hexer aus dem globalen Gedächtnis der Gamerschaft.

Etwas mehr als 365 Tage, unzählige Patches und einem Relaunch später, wird die Geschichte neu aufgerollt. Der polnische Entwickler CD Projekt Red zeigt sein Engagment und Vertrauen in seinen Titel, und schiebt mit dem Patch 1.4 eine so genannte “Enhanced Edition” nach. In dieser Version wird vieles anders gemacht, Gott sei dank!

Am 25. September erscheint die “The Witcher: Enhanced Edition” für den PC, und es stellt sich natürlich die Frage: Lohnt sich das? Nun es gibt viele Gründe die dafür sprechen. Schon alleine weil das Hexer-Adventure von hinten bis vorne gepimpt wurde. Aber fangen wir erstmal von vorne an.

“The Witcher” ist ein großes RPG aus Polen in dem ihr die Rolle des Hexers Geralt von Rivian übernehmt. Die Hexer sind nichts anderes als professionelle Ungeheuerjäger die gegen Bares (Orens) so ziemlich alles erledigen was stinkt und Haare hat. Direkt am Anfang werdet ihr Zeuge eines typischen Story-Elements, das seit Final Fantasy VII allgegenwärtig ist. Geralt hat nämlich sein Gedächtnis verloren. Was sich nach einer unkreativen Idee anhört entpuppt sich als cleverer Schachzug, denn so wird der Spieler intensiver an die Spielwelt herangeführt als wenn er einen Charakter steuert der mehr zu wissen scheint als man selbst.

Ich möchte nicht zu viel von der Story verraten, aber glaubt mir einfach wenn ich sage dass sie zum Besten gehört was man momentan auf Silberlingen finden kann. Aber was ist mit den Änderungen der “Enhanced Edition”? In diesem Fall beschränken wir uns einfach mal auf die deutsche Version, denn dort wurden die meisten Änderungen gemacht.

Vorallem bei den Synchronstimmen wurde fast jede Rolle neu besetzt. Geralt hat nun eine wesentlich langsamere Sprechweise und eine viel tiefere Stimme. Schon als ich den Prolog in Kaer Morhen startete, nahm ich sofort fünf neue Stimmen wahr. Fast jeder Charakter hat eine neue Akustik geschenkt bekommen. Wenn man den Entwickler glauben darf, wurden in der deutschen Fassung über 22.000 Dialogzeigen neu geschrieben. Und das merkt man!

Auch auf technischen Seite wurde viel getan. Zum ersten gibt es nun fast überhaupt keine Bugs mehr. In meinem sechs stündigen Ausflug nach Wyzimar hatte ich weder verschwindende Questgeber noch Abstürze meines Systems. Und der wahrscheinlich größte Sprung nach vorne wurde von den Ladezeiten bewältigt. Die sind nämlich gut 60% schneller vorbei, als noch in der 1.3er Version. Ebenfalls neu ist eine Auto-Loot-Funktion mit der ihr Gegenstände einfacher sammeln könnt.

Vor allem für Spieler die sich sehr mit Alchemie beschäftigt haben, ist diese neue Option ein Segen. Dazu kommt noch eine Sortier-Funktion im Inventar die es erlaubt mehr Ordnung zu schaffen. Auch die Zutaten für eure Tränke werden nun gesondert dargestellt. Übrigens, falls sich nun einige fragen warum ich oben von einem gewissen “Geralt von Rivien” spreche und nicht “von Riva” gibt es hier die Antwort: In der “Enhanced Edition” wird vieles an die Romane angeglichen. So gibt es in den Romanen kein “Riva” sondern nur ein “Rivia”, so viel Zeit muss sein.

Alle die bereits “The Witcher” ihr Eigen nennen, dürfen sich glücklich schätzen. Denn dieses komplette Update gibt es für diejenigen völlig umsonst. Man muss lediglich sein Spiel online regestrieren und schon kommt man in den Genuß des neuen “The Witcher”. Alle anderen müssen 39,97 Euro hinblättern, was in Abetracht des Umfangs, sowohl des Spieles, als auch der Edition mit meheren DVDs und Extras, nicht zu viel erscheint.

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