Trine 2 – Unser Kurzcheck mit GIGA-Gameplay

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Erinnert sich noch jemand an die "Lost Vikings"? Die drei nordischen Recken aus dem Hause Blizzard (damals noch Silicon & Synapse) brachten es Anfang der 90er Jahre mit einer cleveren Mischung aus Rätseleinlagen und Jump´n Run-Einlagen zu einigem Ruhm. Danach lag das potente Spielprinzip viele Jahre brach. Bis sich vor zwei Jahren ein paar mutige Finnen daran machten, es ihm Zuge des Indie-Booms wiederzubeleben. Das Ganze nannte sich "Trine" und segelt aufgrund kleinerer Macken nur knapp an einem Hit vorbei. Mit Trine 2 steht nur der zweite Versuch auf dem Plan.

Dass “Trine 2″ überhaupt erscheint, ist schon ein kleines Wunder. Der Erstling verkaufte sich nämlich zunächst nur sehr schleppend. Zwar traf die geschickte Knobelei mit ihren liebevoll gestalteten Hintergründen genau den Zeitgeist, irgendwie war “Trine” dann aber doch durch die Maschen der wachsenden Indie-Gemeinde gerutscht. Entwickler Frozenbyte gab dennoch nicht klein bei und begann mit der Arbeit an der Fortsetzung.

Eine gute Entscheidung von der sowohl das kleine Entwicklerstudio als auch wir Spieler nun profitieren. “Trine 2″ ist nicht nur das entscheidende Bisschen besser als sein gefälliger Vorgänger, es besitzt auch durch sein zeitgleiches Erscheinen auf zahlreichen Spiele-Plattformen sehr viel bessere Chancen die Aufmerksamkeit zu finden, die es verdient.

Auf den erst Blick hat sich nicht viel verändert: Noch immer müssen wir uns mit dem Krieger Pontius, der Diebin Zoya und dem Zauberer Amadeus durch wundervolle Fabelwelten knobeln und kämpfen. Dabei gilt es physikbasierte Umgebungsrätsel zu lösen, zähnefletschende Goblins niederzustrecken und haushohe Bossgegner zu besiegen. Neben einer soliden Portion Geschicklichkeit helfen uns dabei unseren grauen Zellen, denn es gilt die unterschiedlichen Fähigkeiten der drei Helden richtig zu kombinieren, um voranzukommen.

Dabei hält Frozenbyte in der Regel gleich mehrere Lösungswege bereit. Überhaupt haben uns die meisten Rätsel richtig gut gefallen, weil sie sich nicht nur durch trockenen Denksport, sondern auch durch spielerische Intuition lösen lassen. Wer nicht weiterkommt beginnt fast automatisch zu experimentieren und mit der Umgebung zu interagieren. Das sorgt für einen sehr flüssigen Spielverlauf, der “Trine 2″ ganz ähnlich wie zuletzt “Rayman Origins” zu einem reibungslosen Vergnügen macht.


Im Singleplayer-Modus wechseln wir blitzschnell via Knopfdruck zwischen Zoya, Amadeus und Pontius hin und her. Spielen wir mit zwei weiteren Mitspielern alle drei Charaktere gleichzeitig steigt der Spaßfaktor sogar noch etwas. Allerdings sinkt dann auch der Anspruch, denn nun lassen sich alle Heldenfähigkeiten gleichzeitig ausprobieren. Auch die Kämpfe sind kaum mehr als nette Klickorgien. Wirklich gefordert werden wir hier kaum. Das mag daran liegen, dass die KI von “Trine 2″ nicht gerade zu den Stärken des Spiels gehört.

Fazit
“Trine 2″ ist nicht nur hinreißend schön, stimmungsvoll in Szene gesetzt und überaus clever designt- es ist mit 16, 99 auch noch ein richtiges Schnäppchen. Die dünne Story und die etwas schwächliche KI fallen da kaum ins Gewicht, denn “Trine 2″ hat dieses gewisse Etwas, diese speziellen Flow, der aus uns wieder verspielte Kleinkinder macht. Runterladen, zwei Freunde einladen und abgetaucht in die magischen Bilderwelten von “Trine 2″.

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Weitere Themen: Gameplay, Frozenbyte


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