Angezockt : Two Worlds

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(Dennis) Nach den Rollenspielhits "Oblivion" und "Gothic 3" steht nun "Two Worlds" aus dem Hause Zuxxez in den Läden. Wir zeigen Euch erste Eindrücke in bewegten Bildern und klären die Frage, ob die große Hoffnung berechtigt ist.

Angezockt : Two Worlds

Wir übernehmen die Rolle eines Söldners in einer riesigen Rollenspielwelt, um unsere verschollene Schwester zu finden. Selbstverständlich ist dies aber nur die Spitze des Eisbergs für eine epische Reise mit allem was dazugehört. Mindestens 40 Stunden soll die Odyssee dauern, sofern man es eilig hat und sich nur an die Hauptquest hält.

Im ersten Moment erinnert uns der graphische Stil stark an “Gothic 3″, welches ein echter Augenschmaus war. Doch heutzutage ist bei Rollenspielen nicht mehr die Frage nach der Optik bedeutend, sondern die, ob das Spiel auch bugfrei ist. Die polnischen Entwickler liefern die Antwort selbst, indem Sie schon vor Release mit dem ersten Patch auffahren. Leider gibt es auch nach der Installation des Updates haufenweise Bugs und Fehler, die uns schon in den ersten Spielminuten einen herben Dämpfer verpassen.

Doch ungeachtet dessen, sind wir nach einigen Stunden Spielzeit allesamt begeistert und wollen einfach nur weiterspielen. Die Welt von “Two Worlds” ist nämlich äußerst detailliert und frei gestaltet, was den Spieler animiert, jedes Dungeon zu erforschen und jeden Stein umzudrehen.

Dabei macht das Spiel genau das richtig, was “Oblivion” so derbe falsch gemacht hat. Die Welt ist ungemein lebhaft und wirkt dadurch äußerst glaubwürdig. Kleine Hasen hoppeln durch die Blumenwiese und böse Bären lauern im Dickicht. Jeder Stein und jeder Ast scheint mit viel Überlegung platziert worden zu sein und lässt wirkliches Rollenspiel-Feeling aufkommen.

Leider hatten wir noch nicht ausreichend Zeit um “Two Worlds” zur Genüge zu erforschen. Doch mit Sicherheit zeigen wir “Two Worlds” noch ein zweites oder drittes Mal. Seid also dabei, wenn es heute die Antwort auf die Frage gibt:” Soll ich mir das kaufen?”

Trotzdem ist die Enttäuschung groß, wenn nach mehreren Stunden dann langsam die leidigen Bugs überhand nehmen und die Spielerfahrung zum Ärgernis wird. Dungeons sehen doch irgendwie alle gleich hässlich aus und von Spielbalance keine Spur. Wichtige NPCs können ohne Euer Wissen von Bären gefressen werden und immer noch fragt man sich, was das eigentlich für Skills sind, auf die man einfach keine Erfahrungspunkte verteilen kann.

Die Welt ist zwar ähnlich groß wie die zentrale Provinz von Tamriel aus “The Elder Scrolls IV”, doch gibt es nichts interessantes zu entdecken. Selbst wenn Ihr das Glück haben solltet, einen geheimen Turm zu finden, der von einer Armee Nekromanten bewacht wird, findet Ihr nicht einmal eine Truhe als Belohnung.

Nach nur wenigen Stunden Spielzeit kommt einem das verbuggte Gothic 3 wie ein Segen vor. Es scheint einfach nicht innerhalb der Möglichkeiten der Menschen zu liegen ein funktionierendes Open End Rollenspiel zu programmieren, denn selbst “Oblivion” war eher eine hübsche Techdemo als ein spannendes Rollenspiel. Bleibt uns nur noch das Warten auf das erste wirklich funktionierende Rollenspiel- Aber doch bitte kein MMO.

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