Virtua Tennis 4 - Test: Aufschlag Top Spin 4

Tobias Heidemann
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Mit einem knallharten Aufschlag hat “Top Spin 4″ unlängst das Match um das beste Tennispiel eröffnet. Entwickler SEGA AM 3 will den realistisch angeschnittenen Ball von 2K Sports mit einer Umstellung seines traditionell actionreicheren Gameplays parieren. Wo der Return von “Virtua Tennis 4″ landet, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

Virtua Tennis 4 - Test: Aufschlag Top Spin 4

Tennis – Kaum eine Sportart eignet sich so gut für eine Videospiel-Umsetzung. Aufschlag und Konter, Vorhand und Rückhand, Position und Geschwindigkeit – all das lässt sich mit einfachen Mitteln aufregend einfangen. Darüber hinaus bietet Tennis sehr viel taktische Tiefe, die auch bei einer Umsetzung auf der Konsole oder dem Rechner nicht verloren gehen muss. Durch das breite Technikrepertoire der Profis und ihre besonderen Fähigkeiten kann auch ein virtuelles Tennismatch zu einem packenden Krimi werden.


Eines der ersten Spiele, das sich überaus gut darauf verstand, die genuine Zugänglichkeit dieser Sportart mit ihrer taktischen Vielfältigkeit zu kombinieren, war “Virtua Tennis”. Den Entwickler gelang es, aus einer simplen Mechanik maximalen Spielspaß zu extrahieren: Es galt lediglich den digitalen Tennisspieler geschickt auf dem Court zu positionieren, das Spiel des Kontrahenten zu lesen und dann die passende Schlagvariante auszuwählen. Arcadige, schnelle Schlagwechsel mit taktischer Note – die Vorgänger waren unkompliziert und boten dennoch ausreichend Tiefgang. Natürlich hatte auch die “Virtua Tennis”-Reihe ihre Fehler. Das schlechte Netzspiel gehörte zum Beispiel zu einem der wichtigsten Kritikpunkte.

Dass sich Entwickler SEGA AM 3 mit “Virtua Tennis 4″ nun an einer Generalüberholung seines Gameplays versucht, dürfte allerdings nicht nur an den eigenen Schwächen liegen, sondern auch an den neuen Stärken der Konkurrenz: “Top Spin 4″ hat mit seinem unglaublich dynamischen Spielgefühl, einer neuen Ballphysik und einem zeitgemäßen Grafik-Gewand, international sehr gute Wertungen eingeheimst. Um dagegenhalten zu können, müssen Mie Kumagai und ihr Entwicklerteam nun in Sachen Gameplay ein Ass schlagen.


Im Kampf um die Genrekrone steht das neuen “Match Momentum”-System, für das sich SEGA AM 3 von “Sega Superstar Tennis” hat inspirieren lassen, an vorderster Front. Vollkommen zu recht, wie wir finden, denn das System passt hervorragend zum “Virtua”-Feeling. Mit gut gespielten Bällen laden die Spieler einen Balken auf, der nach dem Erreichen des Maximums mächtige Spezialschläge freistellt. Um die Konzentration des geführten Profis zu steigern, reicht es allerdings nicht fehlerfrei zu spielen. Es gilt seinen Star genauso zu führen, wie es seinem speziellen Spielertyp entspricht.

SEGA AM3 hat 20 unterschiedliche Spielertypen nach dem Vorbild der echten Tennisprofis charakterisiert. Ein Profi, der als besonders starker Serve-and-Volley-Spieler markiert ist, sollte demnach auch eine sehr offensive Strategie verfolgen. Das heißt den Gegenspieler zu schwachen Returns zwingen, schnell an das Netz vorrücken und mit einem gut getimten Volley punkten. Neben dieser Typisierung (gute Netzspieler, konterstarken Defensivspielern etc.) gibt es aber auch Alleskönner wie Roger Federer.

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