Might & Magic: Heroes 6 Vorschau - Freude und Enttäuschung: Ein Blick in die Heroes-Beta

David Hain
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19.21Uhr. Der Key ist endlich da. Seit wenigen Stunden läuft der geschlossene Betatest für den sechsten Ableger der legendären "Heroes of Might Magic"-Reihe, mittlerweile umbenannt in "Might & Magic: Heroes 6". Ich werde hibbelig. Fünf Jahre musste ich auf einen Nachfolger warten, auch wenn "King’s Bounty" und "Disciples 3" die Wartezeit zumindest versüßten. 22.30Uhr. Der Client ist heruntergeladen und installiert. Freude. Enthusiasmus. Endlich wieder "HOMM"!

Might & Magic: Heroes 6 Vorschau - Freude und Enttäuschung: Ein Blick in die Heroes-Beta

Drei Missionen der Kampagne darf man spielen, zwei auf Seiten der “Haven”-Fraktion, eine als “Sanctuary”-Priesterin. Die letztgenannte Rasse ist brandneu, eine Mischung aus Wasserwesen und Fischkreaturen, vergleichbar am ehesten mit den Naga aus “Warcraft 3″. 23.11Uhr. Endlich meine ersten Schritte. In der Rolle von Herzog Slava galoppiere ich über grüne Pfade, sammle Goldstücke, suche Schatztruhen erobere Holz. Nett. Sehr sogar. Und jetzt freue ich mich auf die ganzen Neuerungen.


23.23Uhr. Ich schaue entgeistert ins Hauptmenü. Habe ich wirklich das richtige Spiel installiert? 23.24Uhr. Gewissheit. Und Enttäuschung. Auch nach genauem Hinschauen und mehrmaligem Suchen, lassen sich die erhofften Neuerungen nicht finden. Abgesehen von marginalen Änderungen bleibt “Heroes of Might & Magic” das was es immer war – grundehrliche Strategie mit taktischen Kämpfen und ein wenig Ressourcenmanagement.

Schlecht finden kann man das in keinem Fall, schließlich gehören alle fünf Vorgänger zur Speerspitze eines Genres, das sich auf dem Markt der perfekt durchinszenierten Edelshooter immer schwerer tut. Aber genau hier liegt wohl ein großes Problem von “Heroes 6″. Schon der fünfte Teil wirkte Anno 2006 vergleichsweise bieder, heutzutage geht das aber nicht mehr als “frisch” durch. Selbst ein eher klassisches Echtzeitstrategiespiel wie “Starcraft 2″ setzt auf Skripts, dicke Effekte und CGI-Sequenzen.


Die “Heroes 6″-Zwischensequenzen erinnern in ihrer staksigen Inszenierung eher an “Warcraft 3″ – und das ist immerhin rund 10 Jahre alt. Während der Missionen gibt’s dröge Textboxen, zwar allesamt vertont, aber – ganz ehrlich: so etwas geht im Jahr 2011 nun wirklich nicht mehr als mitreißend durch. Die Handlung dürfte wohl auch in diesem Teil maximal als Hintergrundrauschen stattfinden. In der Beta fehlen zwar noch ein paar Soundeffekte, ob die aber erheblich mehr Atmosphäre ins Spiel bringen, darf bezweifelt werden.

Nun war “HOMM” ja eigentlich nie als großer Blender bekannt, sondern eher der entspannten Gemütlichkeit verpflichten. Runde um Runde zieht man hier dem Missionsziel entgegen, plant, bastelt, taktiert. Und das hat seine Konsequenzen – den nächsten Blick auf die Uhr warf ich – erste Enttäuschung hin oder her – irgendwann in den Morgenstunden. Wie spät es war? Nunja, sagen wir – es wurde heller vor meinem Fenster…

Weitere Themen: WarCraft 3: Reign of Chaos Demo, Activision Blizzard

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