GIGA eSPORTS: Wann ist Euch das erste Mal die Idee gekommen, ein Online-Magazin zu gründen beziehungsweise wie kam es zum eMAG?

“Die Idee ein Magazin zu machen haben wir schon seit 2003, ausschlaggebend für die Gründung waren die ersten NGL-Finals Anfang 2004. Durch diesen Event haben wir das erste Mal gemerkt wie weit der eSport ist und wie wichtig das Medium der kompakten geschriebenen Form ist.”

GIGA eSPORTS: Wie seid Ihr bei der Gründung der Redaktion genau vorgegangen? Mit wie vielen Leuten arbeitet Ihr derzeit an Euren Ausgaben und an Eurer Webseite?

“Der Kern des Teams hatten wir schon vor der Gründung zusammen, so konnten wir schon von Anfang an richtig arbeiten. Im Moment haben wir ca. 12 Redakteure für das Magazin, weitere 10 Personen die sich um das Layout, die Korrektur kümmern. Unser Online-Bereich fasst im Moment auch 10 Leute.”

GIGA eSPORTS: Was sind speziell deine Aufgaben als Chefredakteur/Leitung Eurer Redaktion?

“Meine Aufgaben sind am Anfang der Ausgabe, die grobe Aufstellung des Inhalts, welche Artikel hineinkommen müssen, wie sie aussehen müssen, welche Informationen vorhanden sein müssen. Danach versuche ich den Redakteuren zu helfen wo es nur geht, sei es bei der Kontaktierung eines Interviewpartners oder aber bei der Recherche. Weiterhin schreibe ich natürlich auch eigene Artikel, kümmere mich um die Vorort-Coverage von großen Events und bin für die Endabnahme der Ausgabe verantwortlich.”

GIGA eSPORTS: Sowohl Eure Webseite als auch das eMAG selber erreichen ja inzwischen beachtliche Ausmaße. Wie habt Ihr Euch anfangs finanziert, und hat sich inzwischen etwas daran geändert?

“Am Anfang finanzierten wir uns aus eigener Hand, dies ist auch heute noch der Fall. Jedoch wird sich dass in naher Zukunft ändern. Auf Dauer ist solch ein Projekt nicht zu finanzieren, aber wir haben schon sehr präzise Pläne dafür.”

GIGA eSPORTS: Während bei vielen anderen Magazinen die Online-Redaktion nur ein kümmerliches Randdasein fristet, steht dieser Aspekt bei Euch ja voll im Mittelpunkt. Wie kommt das eMAG bei seinen Lesern an, wie viele Leser beziehungsweise User habt Ihr schätzungsweise?

“Im großen und ganzen kriegen wir positives Feedback, natürlich wissen wir, dass wir in manchen Bereichen noch Nachholbedarf haben, aber die meisten Leser finden die Idee sehr gut und auch Veranstalter sind sehr begeistert von dieser Art Medium. Unsere Leserzahlen variieren zwar noch, aber unser größter Erfolg waren 15.000 Downloads oder die Messezeitschrift für die Funtec in Wien die sogar eine Auflage von 100.000 hatte.”

GIGA eSPORTS: Wie viele Ausgaben gab es eigentlich bisher, und in welchen Abständen erscheint das eMAG? Was habt Ihr denn für die nächste Ausgabe geplant?

“Mit der aktuellen Ausgabe die letzten Mittwoch erschien, haben wir jetzt insgesamt sieben Ausgaben veröffentlicht. Seit zwei Ausgaben erscheinen wir sogar monatlich. In der nächsten Ausgabe wird es einen Artikel über World of Warcraft geben, ein weiterer Bericht über Painkiller und ein Interview mit SK|Zacard.”

GIGA eSPORTS: Siehst Du eine Art Marktlücke in einem Magazin, das sich ausschließlich der Welt des elektronischen Sports widmet? Wie sind so deine persönlichen Zukunftsaussichten, was die inzwischen auch finanziell immer einflussreicheren Möglichkeiten des eSports angeht?

“Eine Marktlücke ist definitiv vorhanden, immerhin gibt es auch Magazine über Segeln oder Schach, warum soll es dann nicht auch ein Magazin über eSport geben. Immerhin spielen ca. 1,5 Millionen Deutsche Computer, dies ist eine große Zielgruppe und dies sieht auch die Wirtschaft. Durch den eSport können sie noch sehr billig ihre Kunden erreichen. Deshalb wird es auch in den nächsten Jahren eine positive Entwicklung der Szene geben. Gerade dadurch, dass sich die Szene “friedlich” verhält und sehr viel Aufklärungsarbeit durch Medien wie Giga oder aber auch dem eMAG getätigt wird, wird auch die Öffentlichkeit ihre Meinung über eSport in den nächsten Jahren verändern. ESport ist in einer Aufbruchstimmung und ich bin froh daran teilzuhaben. “