Killerspiele - Die Debatte geht weiter

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(Sebastian S.) Christian Pfeifer, Leiter des Kriminologischen Instituts Niedersachsen ist bekannt für seine Forderungen nach mehr Indizierungen und seiner Kritik an dem aktuellen Jugendschutz. In einem Interview mit Jörg Langer, beschwerte er sich sich nicht nur erneut über die Freigabe von “GTA IV”, welches Beweis genug sei das der Jugendschutz nicht funktioniere, sondern ebenfalls über “World of Warcraft”. Seiner Meinung nach müsse der Titel längst keine Jugendfreigabe erhalten haben. Gründe seien nicht ausschließlich der Suchtfaktor sondern folgendes:

Das erste World of Warcraft ist nicht mehr vergleichbar mit dem heutigen, das exzessive Gewalt zeigt. Ich kann nachvollziehen, dass die USK das erste Spiel – in Unkenntnis seiner Suchtwirkung – als ab zwölf eingestuft hat. Aber in der aktuellen Version werden Menschen getötet, und dann kommt die Aufforderung, Ratten zu fangen, damit diese die Körper abnagen. Es gibt Folterszenen, es werden Splitterbomben eingesetzt. Kleine Schimpansenbabys müssen gefangen und mit Elektroschocks gequält werden, damit sie ihre Mütter herbeirufen, die man dann töten muss. World of Warcraft ist keine Märchenstunde mehr!

Ein Versuch Jugendliche von Gewaltspielen weg zubekommen wäre seiner Meinung nach Rugby an Schulen einzuführen. Durch diese sportliche Betätigung würde man seinen Arterhaltungstrieb auf gesunde und reale Art austragen und die Männlichkeitsentwicklung bei Jugendlichen fördern. Aber statt dem Folge zu leisten nutzen wir Videospiele, welche dieser Entwicklung laut Pfeifer entgegenwirkt.

Diese Kampfbereitschaft der Jungen kann man dadurch auffangen, dass man ihnen in Ganztagsschulen nachmittags Rugby anbietet. Ein exzessiver Gewalt-Männersport, wunderbar in den Rollen und im Austobepotenzial! Die Umsetzung dieser Männerpotenziale in Richtung fantasiehaftes Töten am Computer ist hingegen überflüssig wie ein Kropf.

Dort, wo in Deutschland solche Freizeitangebote in erhöhtem Maße bestehen, nämlich im wohlhabenden Süden, greifen erheblich weniger Jugendliche zu gewalttätigen Spielen. In München spielen 10 Prozent der zehnjährigen Jungen Spiele ab 16, in Dortmund sind es 24 Prozent.

Das ganze Interview findet ihr in unserer Quelle. Was haltet ihr davon Rugby in Schulen einzuführen? Und ist “World of Warcraft” wirklich so hart das es keine Jugendfreigabe erhalten müsse? Sagt uns eure Meinung in den COMMENTS!

Weitere Themen: Killerspiele, World of Warcraft Demo, World of Warcraft - Trial downloaden, Activision Blizzard

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