MMORPG - Erfolg oder Niederlage

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(Christian) MMOs gibt es schon eine sehr, sehr lange Zeit, man nehme Ultima Online und Dark Age of Camelot. Salonfähig wurde diese Meisterleistung der Gaming-Industrie erst durch das von Blizzard entwickelte World of Warcraft. Viele wollten auf diese Schiene aufspringen, sind allerdings teilweise im letzten Jahr gescheitert.

MMORPG - Erfolg oder Niederlage

Man kann behaupten, dass seit 2005 die MMORPG’s wie Pilze aus dem Boden geschossen sind. Jeder Publisher mit Rang und Namen hat eins dieser beliebten Spielprinzipe veröffentlicht, allerdings wurden die Titel nicht immer von Erfolg gekrönt.

Eines der traurigsten Geschichten ist das von NCSOFT veröffentlichte “Tabula Rasa”. Weder das Spielprinzip noch die Spielmechanik erinnerten an ein WoW oder DaoC. Keine Schwerter, Äxte oder Zauberstäbe sondern Laserkanonen und Plasma-Pistolen. Ohne Munition ging nix. Allerdings ging auch nix in diesem Fall bei den Spielern, das Spiel wurde einfach nicht gekauft. Dazu sind leere Versprechungen von Richard Garriott gekommen und eine menge Bugs, die nie beseitigt worden sind. Richard Garriott, alias Lord British, der bekannt geworden ist, durch seine Ultima Serie, und ein Pionier in Sachen Game Design ist, hat 10 Jahre nach “Ultima Online” mit “Tabula Rasa” einen Flop gelandet. Momentan ist das Spiel Free2Play bis zum 23 Februar, da an diesem Tag die Server von “Tabula Rasa” abgeschaltet werden. Manche behaupten zudem, dass “Tabula Rasa” die hässliche Schwester von “HellGate: London” sei, und dass aus diesem Grunde nicht nur ein Titel geflopt ist, sondern gleich beide.

Eine weitere Geschichte bietet das Unternehmen Funcom mit dem Titel “Age of Conan”. Ein Game, dass vor dem Release massiv gehyped wurde und dann durch Fehler im Spiel und Content-Mangel einen großen Teil seiner Spieler wieder an WoW abgeben musste. Natürlich könnte man dies als Flop in eine Schublade legen, allerdings muss man zur Verteidigung sagen, dass “Age of Conan” dabei ist, aus seinen Fehlern zu lernen und die Entwickler momentan fleißig an neuen Inhalten basteln. Man sollte dem barbarischen MMORPG noch ein wenig Zeit geben.

Ein gutes Beispiel für ein Top Online-Rollenspiel ist das von EA Mythic produzierte “Warhammer Online”. Der Titel zählt definitiv zu den besseren MMORPGS 2008. Aus den Fehlern die in “Dark Age of Camelot” gemacht wurden, ist bei WAR nicht mehr viel zu entdecken. “Warhammer Online” hat zu diesem Zeitpunkt allerdings auch mit dieversen Abgängen zu kämpfen, um genau zu sein ein drittel der Spieler, da der End-Game-Content einfach fehlt. Durch die Tatsache, dass sich die Spieler, die den LevelCap erreicht haben langweilen, muss man zu “WAR” sagen, dass es sich der Titel auf dem absteigenden Ast befindet.

Blizzard hat weiterhin expandiert: Mit dem neuen Addon “Wrath of the Lich King” sind nun 11,5 Millionen aktive Accounts registriert. Dies wird nach Meinungen von diverser Experten in nächster Zeit für kein MMO erreichen. Und wer mit diesem Gedanken spielen würde, dem sei gesagt, “Es sei Utopisch”.

Aber warum ist WoW so erfolgreich? Ist es das Budget? Die Werbung mit Promis? Oder ist WoW einfach für jeden zugänglich und Benutzerfreundlich? Warum hat “Warhammer Online” so einen guten Start hingelegt, wo “Age of Conan” fast alle seine Spieler wieder an WoW verloren hat? Wie ist es möglich, dass Richard Garriot, Vater der MMORPGs, sein Projekt in den Sand setzt?

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Weitere Themen: MMORPG, World of Warcraft Demo, World of Warcraft - Trial downloaden, Activision Blizzard

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