...und giga ist nichts anderes als ein COFFEESHOP für SPIELE!

Leserbeitrag

Vor einigen Tagen veröffentlichten wir hier bei GIGA einen Artikel, der Bezug zu einer Dokumentation des ARD nahm, welche sich der Videospielesucht widmete. Grundgedanke des Artikels war, das durch die Darstellung der Computersucht in der Form, wie sie diverse Dokumentationen vermitteln, ein sehr negatives Gesamtbild von Videospielen für den normalen Zuschauer geschaffen wird, weil diesem völlig das Gesamtbild des Mediums und der Szene verborgen bleibt.

Für ein Publikum, denen das behandelte Thema – in diesem Fall Videospiele – völlig fremd ist, ist eine Dokumentation, die ausschließlich die negativen Seiten eben jener Thematik abbildet einseitig Meinungsbildend, sprich: Der erste Eindruck zählt und wenn der erste Eindruck den eines suchterzeugenden, lebenszerstörenden Stoffes vermittelt, fühlt man sich als Gamer schnell in eine Schublade gesteckt.

Uns ist durchaus bewusst, dass das Thema Videospielsucht äußerst sensibel und polarisierend ist. Erwartungsgemäß gab es zu dem Artikel auch ein enormes Feedback von Seiten der Community aus. Besonders interessant fanden wir den Beitrag eines Users Namens “l3attlerave”, der wie folgt begann:

Ja natürlich, ist ja auch nicht anders zu Erwarten von einem Sender, der von Videospielen lebt, dass dieser die Videospiele verteidigt.

Aber wenn ihr anders als die üblichen Medien wärt, die nur versuchen Profit zu schlagen, würdet ihr zugeben, dass die ganzen Dokus zu 80 % Recht haben! Unrecht haben diese zum größten Teil nur in ihrer schlechten Recherche, sodass die Dokus teilweise etwas zu sehr dramatisiert werden. Aber eigentlich spricht man in diesen Wahrheiten aus, die ihr hier scheinbar alle zu vertuschen versucht!”

Wie wir in dem Artikel unter anderem erwähnten, wollen wir die die Spielesucht keinesfalls verharmlosen oder vertuschen, denn wir sind uns dieser Krankheit durchaus bewusst und halten sie für ein sehr reales Problem, unter dem betroffene Menschen und deren Angehörige sehr leiden. Es ging auch nie darum, den besagten Dokumentationen die Glaubwürdigkeit abzusprechen. Unsere Kritik zielte vielmehr auf die Einseitigkeit der Berichterstattung ab.

Weiterhin schrieb “l3attlerave”:

Zu dem Punkt, “klar es gibt schwarze schafe, aber es gibt auch leute die zocken können und normal leben können…”

Als Antwort: “klar es gibt auch Leute die jeden Tag Heroin zu sich nehmen und trozdem eine Familie haben!” Okay Hero ist vielleicht zu sehr dramatisiert, Haschisch wäre hier wohl glaubwürdiger! Trozdem ist diese Droge verboten, denn es gibt nunmal eine Mehrheit, die sich nicht beherschen kann und es übertreiben muss! Bei Spielen ist die Mehrheit noch so, dass diese sich zurückhalten kann und nicht der Sucht verfällt. Die Minderheit wird dafür umso härter getroffen, denn diesen wird kaum Hilfe angeboten, da “spielen” nicht als Problem angesehen wird!

Spielesucht hat durchaus Parallelen zu anderen Süchten, wie Alkohok- oder Glücksspielsucht. Die Welt des betroffenen zentriert sich auf seine Sucht. Andere Dinge werden unwichtig und daher auch vernachlässigt. Ob Familie, Freunde, essen, Körperhygiene. Lebensnotwendige, alltägliche Dinge treten in den Hintergrund.
Suchmittel werden gemeinhin in zwei Kategorien eingeteilt: Die der psychisch und die der psychisch/physisch abhängigkeitserzeugenden Stoffe.

Videospiele fallen klar in die erste Kategorie, wodurch man bei dem Vergleich mit Heroin oder Alkohol vorsichtig sein muss. Auch wenn Spiele wie World of Warcraft oder Counterstrike eine starke Sogwirkung besitzen, wird zu keinem Zeitpunkt ein Stoff in den Körper eingeführt, der diesen – wie beispielsweise Heroin – abhängig macht und im Falle eines Entzuges lebensbedrohliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Das soll nicht heißen, das eine psychische Abhängigkeit ein geringfügiges Problem sei, die Unterscheidung ist jedoch im Sinne des nicht “dramatisierens” wichtig.

UND SAGT blos nicht, die Spielemacher würden nicht suchthervorrufende Spiele Produzieren! Es ist das Ziel jedes Produktherstellers sein Produkt so zu entwickeln, dass es möglichst lange gebraucht wird, wenn man davon ausgehen kann, dass man für die Nutzung oder Erweiterung jeden Monat Geld überweist. So wie es bei WOW der fall ist.

Spielehersteller möchten mit ihren Produkten so erfolgreich wie möglich sein. Ein interessanter Punkt hierbei ist, dass “suchterzeugend” in der Gamerszene ein positiv besetzter Begriff ist. Wenn wir in einem Testbericht lesen, dass ein Spiel süchtig macht, stellt das eher ein Kaufkriterium als ein abschreckendes Urteil dar. Dass ein Spielehersteller sein Produkt so gut wie möglich machen will, ist auch nur nachvollziehbar. Den Produzenten für das Verhalten von Konsumenten verantwortlich zu machen ist allerdings eher geringfügig sinnvoll, obwohl in den USA nicht selten von Erfolg gekrönt, siehe Malboromann-witwe vs. Tabakindustrie oder
Zungenverbrühfrau vs. McDonalds.

Wer weiter blind sein will, der ist einfach Ignorant, oder versucht es zu verharmlosen um weiter ihr geld draus zu machen, so wie es GIGA scheinbar versucht!

Wenn ihr mir das gegenteil beweisen wollt, versuchts garnicht. Ihr, GIGA habt die meisten Eurer Formate abgeschafft, wie GIGA Green, die mit spielen nur indirekt zu tun hatten, weil nur SPIELE euch den meisten Profit bringen. Also ich frage mich seit wann man sich eine MEINUNG über DROGEN SUCHT in einem COFFEESHOP bildet.

Und giga ist nichts anderes als ein COFFEESHOP für SPIELE!

Weitere Themen: World of Warcraft Demo, World of Warcraft - Trial downloaden, Activision Blizzard

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