World of Warcraft: Bot-Anbieter zieht vor Gericht

Stephan Otto
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Die Botfirma Bossland GmbH möchte sich offenbar erneut mit Blizzard anlegen. Die Firma rief das Bundesverfassungsgericht an, weil sie durch das Verbot Bots in World of Warcraft einzusetzen ihre Grundrechte missachtet sieht.

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Um bei World of Warcraft und anderen MMORPGs schneller an Gold oder Rohstoffe zu kommen, greifen einige Spieler auf Hilfsprogramme zurück. Diese Bots sind aber laut Allgemeiner Geschäftsbedingungen verboten. Genau dagegen ist die Firma Bossland GmbH bereits vor Gericht gezogen – mit negativem Ausgang. Die Bot-Bauer wurden zuletzt vom Bundesgerichtshof zur Unterlassung verurteilt. Wie die Branchenseite LTO nun berichtet, strengt die Firma jetzt eine Verfassungsbeschwerde an. Als Grund führen sie eine Verletzung ihrer Grundrechte nach Art. 12 und Art. 3 I des Grundgesetzes an.

Spielregeln seien keine Garantie für ein faires Spiel

Die Macher von „Honorbuddy” und „Gatherbuddy” führen weiterhin aus, dass die Einhaltung von Spielregeln – Blizzards AGB – nichts mit dem Wettbewerbsrecht zu tun hätten. Weiterhin sei die Herstellung von Zubehör nicht verboten und die AGB dürfen keinen Einfluss auf die Handlungen anderer Unternehmen haben, nur weil es sich um Spielregeln handele.

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Der Bundesgerichtshof urteilte damals übrigens, dass durch die Verwendung von Bots nicht nur die Spielregeln missachtet würden, sondern das Spiel auch in unlauterer Weise untergraben und verändert werde. Die Konsequenz wäre, dass Blizzard sein Spiel nicht mehr im Rahmen des bekannten Abo-Modells verkaufen könnte.

Weitere Themen: WarCraft, Activision Blizzard

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