GIGA Mixtape: Warcraft

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Videospiel-Musik hat meist nur eine Chance, sich langfristig im Gedächtnis festzusetzen. Dieses eine Areal, der eine Bosskampf – danach ist der Song nie wieder zu hören. „World of Warcraft“ hat es da einfacher: Wenn man Stunden damit verbringt, seinen Charakter in einem Gebiet aufzuleveln, führt das automatisch dazu, dass man die dazugehörige Musik so schnell nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Wenn die Musik dabei dann auch noch so gut ist, ist das natürlich umso besser.

GIGA Mixtape: Warcraft

Verpasst außerdem nicht unseren Special-Podcast zu Warcraft, in dem wir auf die gesamte Geschichte von Blizzards Hit-Reihe zurückblicken.

Wir beginnen mit dem Offensichtlichsten. Jeder, der jemals mit „World of Warcraft“ in Berührung gekommen ist (was wohl beim Großteil von euch zutreffen dürfte), sollte bei diesen Klängen die verschiedensten Emotionen spüren. Nostalgie, an die Anfangsjahre von WoW erinnert zu werden. Trauer über all die verschwendeten Tage, Monate, Jahre. Freude über die Bekanntschaften, die man gemacht hat. „Legends of Azeroth“ begleitete die Ursprungsversion in sämtlichen Menüs und komprimiert alle Gefühle, die ich zu WoW habe in ein vierminütiges Musikstück.

Wie jeder vernünftige Mensch es tun sollte, habe ich mich nach einer kurzen Allianz-Testphase dazu entschieden, einen Troll zu spielen. Es waren meine ersten Erfahrungen auf einem Rollenspielserver. In Durotar – genauer Razor Hill – lernte ich, wie Trolle zu reden haben, machte die ersten Bekanntschaften, die mich während der nächsten Jahre durch das Spiel begleiten sollten und merkte, wie viel cooler ich RP-Server fand. Das Theme zu Durotar hat mich so eine lange Zeit begleitet und lässt mich grinsend an mein 14-jähriges Ich und meine ersten RP-Gehversuche zurückdenken.

Ich verbrachte Stunden damit, durch Durotar zu streifen. Eine weite, offene Fläche, die mir mit den ersten Quests vorsichtig  die Spielmechaniken beibringt, mich nicht zu sehr fordert und währenddessen diese ruhige, friedliche Musik abspielt. Orgrimmar hätte gar kein größerer Unterschied sei n können.  Nachdem ich die riesigen Mauern das erste Mal durchschreite, höre ich als erstes die mächtigen Trommeln aus den Lautsprechern tönen. Als ich den ersten Durchgang durchquert habe, blicke ich auf das riesige Stadtpanorama – begleitet von Pauken und Trompeten. Epischer hätte meine erste Begegnung mit meiner WoW-Lieblingsstadt wahrlich nicht werden können.

Ich lernte, levelte und spielte meinen Charakter aus. Irgendwann war es endlich Zeit , nach Stranglethorn aufzubrechen. Während andere Spieler wegen verschiedener Sammelquests (DIESE VERDAMMTEN SEITEN!!!)) wohl eher eine gewisse Hassliebe mit diesem Gebiet verbindet, steht sie exemplarisch für meine Zeit mit „World of Warcraft“. Ich habe einen Troll auf einem Rollenspielserver gespielt – so habe ich fast alle meine WoW-Abende mit einem Plausch oder Kampf in Booty Bay beendet. Auch der begehbare Wasserfall mitten im Dschungel, den es seit Cataclysm so leider nicht mehr gibt, wird schmerzlich vermisst.

Doch es gab auch eine Zeit vor der Horde. Eine dunkle Zeit, an die ich eigentlich nicht viele Erinnerungen habe. Mein erster Charakter war ein Nachtelfen-Druide auf einem PVP-Server. Hauptsächlich erinnere ich mich an die komplette Verwirrung, die ich beim Spielen meines ersten MMORPGs verspürte („Hä?! Wie, der schlägt automatisch?“) und wie überfordert ich mit allem und jedem war. Doch Teldrassils Musik lässt mich diese Gedanken vergessen und ruft sogar so etwas wie Sympathie für Nachtelfen in mir hiervor.

Doch schon vor World of Warcraft zeigten die Mannen von Blizzard, dass sie ein Händchen für epische, im Ohr bleibende Musik haben. Wer genauso viel Zeit mir „Warcraft 3: The Frozen Throne“ verbracht hat, dem wird dieses Stück schnell wieder die eisigen Küsten von Northrend in den Sinn rufen.

Es geht aber noch mehr Oldschool: Das Orc-Theme aus „Warcraft 2: Tides of Darkness“ hat angehende Warcraft-Jünger die Klänge der Grünhäute näher gebracht. Der Track fängt nahezu leichtherzig an, wird aber schnell episch und somit genau passend, wenn man mal wieder mit seiner riesigen Orc-Armee die Streitkräfte der Allianz angreift.

Beenden will ich dieses Mixtape mit dem wohl kultigsten Track aus „Warcraft 3: The Frozen Throne“: Den Credits. Dafür war die Blizzard-interne Band „Level 90 Elite Tauren Chieftain“ verantwortlich. „Storm, Earth and Fire“ war ein unerwarteter Abschluss für ein derart düsteres Spiel. Arthas auf der E-Gitarre schrammeln zu sehen, war es aber wert.

 

Ganz klar: Welche Tracks am meisten im Gedächtnis bleiben, hängt ganz davon ab, wie man seine Zeit im Spiel verbracht hat. Welche Lieder aus der Warcraft-Historie sind euch besonders im Kopf geblieben?

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World Of Warcraft

Weitere Themen: World of Warcraft Demo, World of Warcraft – Trial downloaden, Activision Blizzard


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