WWE All Stars - Test: Willkommen im Reich des Schmerzes

Tobias Heidemann
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Du bist ein beinharter Wrestlingfan, hast deinen persönlichen Helden aus RAW, SmackDown oder NXT längst gefunden und kannst dich sogar noch an die großen Fehden der frühen Wrestlemania-Kämpfe erinnern? Dir sind Showappeal und Wiedererkennbarkeit der Wrestler wichtiger als eine praktikable Steuerung? Dann herzlichen Glückwunsch: Du gehörst nun offiziell zu der erlesenen Zielgruppe, der WWE All Stars tatsächlich etwas Freude bereiten dürfte. Der Rest sollte erstmal unseren Test lesen.

WWE All Stars - Test: Willkommen im Reich des Schmerzes

Es gibt eigentlich nur zwei Erwartungshaltungen beim Spielen von “WWE All Stars”. Wer der brachialen Magie, die “Hulk Hogan”, “John Cena”, “The Rock” & Konsorten im Ring versprühen, bereits erlegen ist, der will einfach nur in die Rolle seines Lieblingswrestlers schlüpfen und andere Superstars saftig auf die Bretter schicken. Wer hingegen mit den inszenierten Showkämpfen nichts anfangen kann, der dürfte auf einen unkomplizierten Brawler mit über 30 sehr unterschiedlichen Kämpfern hoffen. Mit der umfangreichen WWE-Lizenz und den entwicklungstechnischen Kompetenzen des THQ Netzwerkes also eine durchaus zu bewältigende Aufgabe für “WWE All Stars”.

WWE All Stars lädt zum Warten ein

Das Spiel lässt sich aber mit dem Erfüllen dieser Hoffnungen etwas Zeit. Das ist leider wörtlich zu nehmen, denn die ungewöhnlich langen Ladezeiten gehören eindeutig in das Computerspielemuseum. Bis man seinen Wrestler und die gewünschte Matchart ausgewählt hat, Zeuge der traditionellen Einlaufszene wurde und schließlich nochmals auf den Ladevorgang der jeweiligen Arena warten musste, vergehen viele wertvolle Lebensminuten.

Besonders deutlich wird das technisch unsaubere Datenmanagement schon beim Erstellen eines eigenen Superstars. Scrollt man durch die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten im Wrestler-Baukasten, stottert “WWE All Stars” zum Teil so sehr, dass das ganze Unterfangen zum Nerventest wird.

Enttäuscht lassen wir unsere individualisierten Prügelknaben also vorerst im Bastelschrank und wählen stattdessen lieber einen der tatsächlich existierenden Wrestler aus. Diese werden in vier Kategorien unterteilt: Akrobaten, wie zum Beispiel “Jimmy Snuka”, sind agile Seilkünstler, Grappler verfügen über mächtige Griffangriffe, während die klassischen Brawler, etwa “Roddy Piper” oder der “Undertaker”, unblockbare Schläge austeilen. Bleibt noch die träge aber robuste Fraktion der Riesen, die ihre Gegner eine Weile in der Luft jonglieren können.

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