Benchmarks: Neues iPad Pro kann es mit MacBook Pro aufnehmen

Florian Matthey
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Der Apple A10X im neuen iPad Pro ist sehr leistungsstark – er lässt sogar den Snapdragon 835 weit hinter sich. Benchmarks zeigen jetzt, dass der Chip es aber sogar mit den aktuellen Modellen des MacBook Pro aufnehmen kann.

Benchmarks: Neues iPad Pro kann es mit MacBook Pro aufnehmen

Benchmarks vergleichen iPad Pro mit Core-i7-MacBook Pro

BareFeats hat die aktuellen Modelle des iPad Pro gegen Modelle des 13-Zoll-MacBook Pro aus den Jahren 2016 und 2017 antreten lassen. Wohlgemerkt handelt es sich bei beiden Modellen des MacBook Pro um solche mit schnelleren Core-i7-Prozessoren, also nicht um die Einstiegs-Geräte. Die Vergleiche umfassen Single- und Multi-Core-Tests mit Geekbench 4 sowie GPU-Tests mit Apples Programmierschnittstelle Metal mit Geekbench 4 und GFXBench. Im 13-Zoll-MacBook Pro befindet sich keine dedizierte Grafikkarte, so dass nur die GPU des Core-i7-Chip zum Einsatz kommt.

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Werbespot: iPad Pro – A New Kind of Power
Die Größenentscheidung: 10,5“ iPad Pro und 9,7“ iPad (Pro) im Vergleich

iPad-CPU teilweise auf Augenhöhe, -GPU sogar schneller

Im Single-Core-CPU-Test liegen die MacBooks an der Spitze – allerdings ist auch hier der Abstand nicht so groß: Das 10,5-Zoll-iPad Pro, das überraschend geringfügig schneller ist als das 12,9-Zoll-Modell, erreicht 3951 Punkte, das 2016er-MacBook Pro 4417 und das 2017er-MacBook Pro 4650 Punkte. Der Unterschied beträgt daher nur rund 12 beziehungsweise 18 Prozent.

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Noch knapper fällt der Test beim Einsatz aller Prozessorkerne aus. Hier erreicht das 10,5-Zoll-iPad Pro 9332 Punkte und somit sogar mehr als das 2016er-MacBook Pro mit 8509 Punkten. Das 2017er-MacBook Pro liegt mit 10.261 Punkten an der Spitze – also rund 10 Prozent mehr.

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In den Metal-GPU-Tests lässt das iPad Pro die MacBooks wiederum klar hinter sich: Im GFXBench-Test Metal Manhattan kann das 12,9-Zoll-iPad Pro 44 Bilder pro Sekunde berechnen, das 10,5-Zoll-Modell 42. Die MacBooks schaffen es wiederum „nur“ auf 37 und 36 Bilder. Beim GPU-Test ist aber zu bedenken, dass die MacBooks wegen ihrer größeren Displays auch mehr Pixel darstellen müssen, ein direkter Vergleich hier also schwierig ist. Auch dürfte iOS allgemein noch besser an die Hardware angepasst sein, als dies beim macOS der Fall ist.

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Apple plant dennoch keine ARM-Macs

Dennoch zeigt sich erneut: Apple hat mit seinen Mobil-Chips mittlerweile Größenordnungen erreicht, die x86-Chips in Laptops alt aussehen lassen – mittlerweile sogar solche in leistungsfähigeren Laptops. Dennoch soll Apple weiterhin keine Ambitionen haben, macOS für seine Chips auf ARM-Basis zu portieren – anders, als Microsoft dies mit Windows 10 tut. Stattdessen sollen ARM-Chips in zukünftigen MacBooks lediglich als Unterstützung zum Einsatz kommen.

Quelle: BareFeats via 9to5Mac

Weitere Themen: MacBook Pro 2016, Apple iPad Pro 12,9 Zoll