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Asus Transformer Book T100 Chi Test - Dünn aber groß

Christof Wallner

Mit der Chi-Serie zeigte Asus zur CES 2015 erstmals das T100 Chi und T90 Chi, während das T300 Chi mit dem 12,5 Zoll großen Display bereits zur Computex im letzten Jahr vorgestellt wurde. Mit etwas Verspätung ist das T100 Chi nun aber auch am deutschen Markt erhältlich. Dabei gibt es zwei Versionen mit 32 bzw. 64 GB internem Speicher. Bei beiden Versionen wird das edle Tablet mit der zugehörigen Bluetooth-Tastatur ausgeliefert. Wie sich das Gerät in den letzten Tagen gemacht hat, zeigen wir euch in dem folgenden Asus Transformer Book T100 Chi Test.

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Bildergalerie Asus Transformer Book T100 Chi Test - Dünn aber groß

Hardware

Asus T100 Chi Test-6

Mit 7,2mm zählt das T100 Chi zu den dünnsten Windows Tablets auf dem Markt. Bei der Chi-Serie setzt Asus zudem auf Premium-Materialien und platziert sich mit dem Preis im oberen Segment. Gleich sichtbar sind die relativ großen Ränder um das Display. Dadurch wirkt das T100 Chi größer als es sein müsste. Die Ränder haben aber natürlich auch einen Grund, denn wäre das Tablet um diese kleiner, hätte man kaum mehr Platz für die Tasten bei der zugehörigen Tastatur. Als Ausgleich hätte man aber beispielsweise ein etwas größeres Display verwenden können. Das Surface 3 ist mit seinem 10.8 Zoll Display im 3:2 Format lediglich in der Höhe um ein paar Millimeter größer.

Asus T100 Chi Test-18

Bei den Materialien setzt Asus auf leicht aufgerautes Aluminium, während die Kanten mit einem leichten Grad versehen sind. Zusätzlich zur dünnen Bauweise wird das T100 Chi zum Rand hin etwas flacher, sodass beispielsweise der Audio-Anschluss und die Kamera auf der Rückseite leicht herausstehen. Dafür lässt sich das 572g “leichte” Tablet so gut in der Hand halten. Grundsätzlich macht sich die Verarbeitung auf den ersten Blick gut. Wenn man aber genauer hinsieht, lassen sich Spaltunterschiede zwischen dem Display-Glas und dem Aluminium Gehäuse erkennen. So sieht man beispielsweise bei Nacht die Status-LED im Stand-by Button auf der Vorderseite leicht herausleuchten. Bei dem Kaufpreis dürfte dies normal nicht sein.

Asus T100 Chi Test-1

Bei den Anschlüssen gibt es eigentlich viel Auswahl, nur leider fehlt hier der Platz für einen vollen USB-Anschluss. So findet man auf der linken Seite einen Micro-USB Anschluss zum Laden (inkl. Host-Funktion), den 3,5mm Audio-Anschluss, einen der zwei Lautsprecher, die Windows- und Lautstärke-Taste. Auf der Oberseite findet man die Stand-by-Taste. Leider sind vor allem die Tasten an der Seite schwer zu ertasten, da sie sehr flach und etwas schwammig sind. Auf der rechten Seite findet man dann weitere Anschlüsse wie Micro-HDMI, ein Micro-USB 3.0 Anschluss und ein Micro-SD Slot, der auch problemlos unsere 128GB SanDisk Speicherkarte erkannte. Über diesen Micro-USB Anschluss können mittels Adapter beispielsweise auch vollwertige USB-Sticks angeschlossen werden. Etwas schade ist der Verzicht auf einen vollwertigen USB-Anschluss, denn bei der neuen Bluetooth-Tastatur gibt es keine Anschluss-Möglichkeiten mehr. Auf der Unterseite findet man lediglich zwei Löcher für die magnetische Halterung der Bluetooth-Tastatur.

Asus T100 Chi Test-4

Bei den drahtlosen Verbindungen gibt es Unterstützung für Wifi a / b / g /n und Bluetooth 4.0. Eine Version mit LTE gibt es leider nicht. Bei unserem T100 Chi Test hatten wir aber mit dem Wlan-Empfang keine Probleme.

Asus T100 Chi Test-15

Im Vergleich zum normalen Transformer Book T100 ist auch die Kamera auf der Rückseite neu. Asus setzt hier auf der Vorderseite auf eine 2 Megapixel Kamera und auf der Rückseite auf eine 5 Megapixel Kamera, die leicht heraussteht. Die Qualität der beiden Kameras ist in Ordnung, aber wie zu erwarten nicht als Kamera-Ersatz gedacht. Für kurze Schnappschüsse oder HD-Skype-Calls sind sie aber ausreichend.

Asus T100 Chi Test-2

Die zwei Lautsprecher befinden sich an den Seiten und haben da nicht die perfekte Position. Im T100 Chi Test hat sich auch gezeigt, dass sie von der Qualität zwar in Ordnung aber etwas zu leise sind. Vor allem im Freien könnte es hier zu Problemen kommen.

Stylus?

Transformer Book T100 Chi Unboxing-10

Unterstützt das Asus Transformer Book T100 Chi nun einen Stylus? Ja! Wir haben unseren Dell Active Pen beim Asus Transformer Book T100 Chi erfolgreich getestet. Die Qualität ist dabei gleich “gut” wie bei anderen Tablets die mit der Technik ausgestattet sind. Wer also nur hin und wieder Skizzen oder kurze Notizen mit dem Stylus machen möchte, könnte sich hier beim T100 Chi einfach den neuesten Dell Stylus für ca. 30€ zulegen.

Tastatur

Asus T100 Chi Test-13

Erstmals wird bei der Transformer Book Serie keine fix-verbundene Tastatur verbaut. Die Verbindung der Tastatur findet lediglich über Bluetooth statt, während das Tablet mittels einem magnetischen Scharnier an der Tastatur gehalten wird. Die magnetische Verbindung des Scharniers erlaubt es das Tablet auch im Präsentationsmodus zu verwenden, was teilweise sehr praktisch sein kann.

Die Tastatur selbst kommt an der Oberseite auch im Alumium-look wärend die Unterseite aus Kunststoff besteht. Leider finden sich aber bei unserem Testgerät Spaltunterschiede, sodass die Tastatur an den Stellen etwas scharf wirkt. Im Inneren der Tastatur befindet sich natürlich auch ein kleiner Akku, der mittels eines Micro-USB Anschluss geladen wird. Mittels eines Switches kann die Tastatur Ein / Aus geschalten werden.

Transformer Book T100 Chi Unboxing-2

Die Tasten selbst sind recht klein und man braucht etwas Übung, damit man längere Texte ohne grobe Fehler schreiben kann. Das Trackpad ist leider auch etwas zu klein ausgefallen, verrichtet aber seine Arbeit.

Die große Frage ist natürlich, wie lange der Akku der Tastatur-Dock hält. Während der letzten Woche verbraucht es bei mittlerer Nutzung (nicht jeden Tag) rund 10%. Der Wert ist brauchbar und zeigt, dass man die Tastatur nicht jeden Tag geladen muss, sondern bei stärker Nutzung vllt. einmal in der Woche. Machbar ist dies unter anderem auch, da die Tastatur nach längerer Nichtnutzung in den Stand-by geht. Sie erwacht erst, wenn man eine Taste betätigt. So kann es vorkommen, dass man einen Text schreiben möchte und die Tastatur kurz benötigt, damit die Eingaben wirklich umgesetzt werden. Vor allem wenn es schnell gehen muss, kann dies etwas nervig sein.

Alles in allem gibt es bei der Bluetooth Tastatur Vor- und Nachteile. So kann man beispielsweise die Tastatur verwenden, auch wenn das Tablet auf dem Tisch steht. Dafür muss die Tastatur aber extra geladen werden und bieten keine brauchbaren Anschlüsse mehr. Das Ziel das Gerät so kompakt wie möglich zu machen bringt auch seine Nachteile. Zumindest ist die Tastatur mit dem Tablet gleich beim Start verbunden.

Display

Asus T100 Chi Test-7

Das 10,1 Zoll Display des Transformer Book T100 Chi löst mit 1920 x 1200 Pixel auf. Dabei verwendet Asus wieder ein IPS-Display mit guter Farbwiedergabe und auch Helligkeit, die nicht ganz an das Surface 3 herankommen. Leider ist das Display auch sehr stark spiegelnd und verschmutzt rech schnell, sodass dies beim Arbeiten im Freien etwas stören kann.

Ansonsten wirken die Betrachtungswinkel ordentlich. Wer möchte, kann auch über die Splendid-App die Farbtemperatur ändern und nach Belieben anpassen.

Asus T100 Chi Test-8

Der Touchscreen selbst reagiert gut. Gesamt macht das Display einen guten Eindruck. Es ist lediglich schade, dass das Display etwas zu stark spiegelt. Das ist allerdings ein generelles Problem und wird leider nur von wenigen Herstellern behandelt.

Performance

Asus T100 Chi Test-17

Im Inneren des T100 Chi arbeitet ein Altbekannter Intel ATOM Z3775 Quad-Core Prozessor mit 1,46Ghz und 2GB Arbeitsspeicher. Der Prozessor ist im Moment nicht mehr auf dem neusten Stand, denn bereits im Surface 3 kommt der neuere Cherry Trail Intel ATOM X7 Z8700 zum Einsatz. Von daher wissen wir auch, dass die Leistung nicht immens höher ist und Asus wohl mehr auf die Kosten geschaut hat. Im Vergleich zum neueren Prozessor steigt die reine Prozessorleistung nur rund 10 Prozent, während aber die Grafikleistung deutlich besser ausfällt. So befindet man sich beim T100 Chi mit der Leistung im unteren Feld. Was aber nicht weiter schlimm ist, wenn man beispielsweise nur im Web surfen, Office-Arbeiten erledigen oder einfachere Spiele aus dem Windows-Store spielen möchte. Spiele wie Minecraft sollten aber so auch spielbar sein.

Aufgefallen ist aber, dass Programme recht flott geöffnet werden. Das liegt unter anderem an dem recht flotten eMMC-Speicher. Hier erreichte das T100 Chi mit 64GB Speicher (davon ca 38GB frei) eine Lesegeschwindigkeit von 160 Mb/s und Schreibgeschwindigkeit von 60 Mb/s.

Wie sich die Benchmarks im Vergleich zum Surface 3 und Switch 10 FHD machen, zeigen wir in der folgenden Tabelle:

Asus Transformer Book T100 Chi Surface 3 (4GB) Acer Aspire Switch 10 FHD
PC Mark 7 2642 2772 2356
PCMark 08 1213 1422 1029
Peacekeeper 744 811 591
SunSpider 339,4ms 383,6ms 485,1ms

Akku

Asus T100 Chi Test-16

Im T100 Chi befindet sich ein 30Wh Akku. Das ist in Bezug auf die dünne Bauweise doch recht gut. So verhält sich auch die Akkulaufzeit. Bei unserem üblichen Akku-Test mit durchgehender Videowiedergabe, voller Display-Helligkeit und verbundenem Wlan einen Wert von 9:36h. Weiteres haben wir den Powermark Akku-Test mit verschiedenen Tasks ausgeführt, der typische Alltagsaufgaben simuliert. Dabei haben wir eine Helligkeit von 50% manuell eingestellt und einen Wert von 4:50 erreicht. So macht sich die Akku-Laufzeit besser als erwartet. Im täglichen Gebrauch, wird man allerdings die Helligkeit weiter nach oben stellen, sodass man ca. auf eine Laufzeit von rund 7h kommt. Verwendet man allerdings die Bluetooth-Tastatur verringert sich der Wert auf 4:23h.

Das Laden über das mitgelieferte Micro-USB Netzteil kann allerdings länger dauern, vor allem wenn man das Tablet gleichzeitig benutzt.

Software

Screenshot (4)

Beim T100 Chi kommt Windows 8.1 mit Bing in der 32-Bit Version zum Einsatz. Mit dabei ist Office 365 Personal für ein Jahr. Asus hat die Software gut an die Hardware angepasst, sodass es bei uns keine Lags, Fehler oder Neustarts gab.

Wie von Asus gewohnt, gibt es aber auch jede Menge vorinstallierter Apps. So findet man Drittanbieter Apps wie Trip-Advisor, Zinio Reader, Netflix, Flipboard und eigene Asus Anwendungen wie Asus LifeCam, Asus Power-Director, Asus Photo-Director, Asus Webstorage und weitere kleine Anwendungen für Updates und zusätzliche Einstellungen bzw. Infos wie z.B. den Akkustand der Chi-Tastatur.

Gut gefallen haben hier vor allem PowerDirector zum schnellen Bearbeiten von Videos, was auch für den Touchscreen optimiert ist, gleich wie Photo-Director zum Erstellen von Collagen oder bearbeiten von Bildern.

Gesamt machte so die Software einen guten Eindruck auf dem T100 Chi.

Asus Transformer Book T100 Chi Testfazit

Gesamt machte das neue Asus Transformer Book T100 Chi im Test einen guten Eindruck. Wer ein kompaktes Windows-Tablet mit Premium-Materialien, Tastatur und hochauflösenden Display sucht aber dafür im Bundle nicht gerade 700€ ausgeben möchte, kann zum T100 Chi greifen. Zusätzlich könnte man sich auch den Active Stylus für handschriftliche Notizen kaufen. Von der Performance ist es aber trotz des höheren Preises nicht schneller als andere ATOM-Tablets und auf einen vollständigen USB-Anschluss muss man auch verzichten.

Asus Transformer Book T100 Chi
Befriedigend
74%
08/2016
Preis: 499€ Das Asus Transformer Book T100 Chi zeigt sich im Test als ordentliches 2-in-1 mit hochwertigen Materialien.
Vorteile- Materialien
- Dünn
- Display
- Stylus funktioniert
Nachteile- Stark spiegelndes Display
- Verarbeitung nur mäßig
- kein vollwertiger USB-Anschluss

Haptik / Verarbeitung 8 Display 8 Batterie 7 Performance 7 Konnektivität 7 Software 8 Preis / Leistung 7

Weitere Themen: Tabtech.de News-Archiv, CES 2015, ASUS

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