DaVinci THD: Unreal 3 Multiplayer-Shooter in der Tegra Zone

Andre Reinhardt
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Ein Mehrspieler-Shooter mit Quad-Core-Unterstützung auf Basis der Unreal Engine 3. Das MUSS doch einfach toll werden, oder? Nicht unbedingt. Das man so etwas, zumindest grafisch, auch prima vermurksen kann, zeigt dieses “Aushängeschild” der Tegra 3-Plattform.

DaVinci THD: Unreal 3 Multiplayer-Shooter in der Tegra Zone

Naja, bei der Einführung des Tegra 2 bekam man auch noch keine Hammerspiele. Man denke da an diverse Kartenspiele oder leicht überarbeitete Versionen von Fruit Ninja oder Backbreaker. Mit Samurai 2 und Riptide GP sowie schließlich Shadowgun besserte sich die Lage und der Geforce ULP Grafikchip konnte immer mehr seine Stärke demonstrieren. Auch wenn dieser Chip deutlich hinter der Mali 400 GPU von Samsung zurückliegt. Gestern habe ich euch bereits eine spielbare Technikdemo vorgestellt, die die Vorteile der Quad-Core-Plattform demonstrieren soll.

Heute gibt es ein vollwertiges Spiel, dass ich euch zeigen möchte. Wie man in meiner Einleitung erkennen kann, hält sich meine Begeisterung über dieses Exemplar aber ziemlich in Grenzen. Es ist ein Multiplayer-Shooter auf Basis der Unreal 3-Engine. Das klingt beides zunächst sehr verheißungsvoll, aber die Screenshots des Spiels ernüchtern doch sehr. Grobpixeliger Matsch trifft es wohl am ehesten. Eine Schande für die Augen und es gibt Spiele, sowohl für Tegra 2, als auch von Gameloft oder GLU, die deutlich besser aussehen.


Man fragt sich was das Ganze soll? Wenn man die Unreal Engine 3 dermaßen herunterschrauben muss, damit man spielbare Framerates auf Android-Geräten bekommt, dann sollte man die Engine wohl besser außen vor lassen. Das sieht einfach nur schrecklich aus. Entwickler Bridea wirbt mit folgendem Pressetext:

“DaVinci THD nutzt die Mehrkern-Möglichkeiten des Tegra 3 aus und wir können alle vier CPU Kerne ansprechen, um die ultimative Konsolen-Qualität zu erzeugen.”

Von dieser Qualität ist wahrlich nichts zu sehen. Eventuell sieht das Ganze in Bewegung besser aus. Dynamische Charakter-Beleuchtung und Gamma-Korrektur für realistische Lichtberechnungen werden hier genannt. Außerdem kann man mit Objekten interagieren, die eine realistische Physik aufweisen sollen. Besonders ironisch ist die Auflistung der „Hochauflösenden Texturen“. Wo sind die denn? Eine Story gibt's immerhin zur Ballerei. Nach Leonardo DaVincis Tod starten die Helden der Renaissance einen Kampf, um die DaVinci Maschine zu ergattern.

Es soll kraftvolle Waffen geben die einen DaVinci Bezug haben und herausfordernde Action wird genannt. Solange sich an der armseligen Grafik aber nichts ändert, wird sich kaum Jemand diese herausfordernde Action ansehen. Aber immerhin NVIDIA: Einen Chip mit schlechterer Grafik (bezogen auf das Spiel aus Aushängeschild, nicht die GPU-Leistung) als bei der Vorgänger-Plattform zu bewerben, das gibt's auch selten. Im Januar könnt ihr euch das Spiel antun. Immerhin gibt es nicht nur Deathmatch-Modi man kann auch mit Freunden auf Monsterhatz gehen. THD steht in diesem Falle sicher für „Total hoffnungsloses Desaster“. Hier habt ihr einen Trailer der PC-Version. Die Spielszenen sind aber derart niedrig aufgelöst, trotz 720p Videoformat, dass lediglich die Anfangssequenzen begeistern können. Jedenfalls hat das Asus Transformer Prime damit wieder ein Spiel mehr.

Weitere Themen: multiplayer, ASUS

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