Killerspiele - Bald Verboten? Die Debatte geht weiter!

Leserbeitrag
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(Denis W.) Die Killerspieldebatte ist für jeden Gamer ein empfindliches Thema. Immer wieder melden sich Menschen zu wort, die unser liebstes Hobby als brutal und gewaltverherrlichend bezeichnen, und demzufolge Spiele wie Call of Duty oder Grand Theft Auto von der Bildfläche verschwinden lassen wollen. So geschehen auch zum Jahresende, als in einem Schreiben verschiedene "Experten" mit ihrer Unterschrift ein Verbot einfordern.

In der “Neuen Rheinischen Zeitung” wurde ein Artikel gepostet, der Aufdecken soll, dass die Wissenschaft von Politik und Wirtschaft dahingehend beeinflusst wird, “Killerspiele” in ein positives Licht zu rücken. Laut diesem Artikel geschieht dies jedoch ungerechtfertigt, und verweist auf einen Onlineflyer, der ein diese Praktiken anprangert und “Killerspiele” im allgemeinen verbieten möchte. Gestern berichtete unser Redakteur Sebastian Schreck bereits von diesem “Kölner Schreiben”:


Ende des Jahres haben sich alle Gegner von “Killerspielen” versammelt und im Kölner Aufruf ein Herstellungs- und Verbreitungsgebot von “kriegsverherrlichen” und “gewaltfördernden” Videospielen gefordert und 146 Unterzeichner haben sich dafür ausgesprochen.

Ein Auszug aus dem Aufruf:

“Killerspiele” entstammen den professionellen Trainingsprogrammen der US-Armee, mit denen Schusstechnik, Zielgenauigkeit und direktes Reagieren auf auftauchende Gegner trainiert werden: Die Soldaten werden desensibilisiert und fürs Töten konditioniert, die Tötungshemmung wird abgebaut. Genauso werden durch Killerspiele Kindern und Jugendlichen Spezialkenntnisse über Waffen und militärische Taktik vermittelt, denn diese sogenannten ‘Spiele’ sind in Wirklichkeit Simulationen der Kriegsrealität.”

Die Reaktion der Spielverbände folgte rasch und ließ folgendes verlauten:

“Computer- und Videospiele sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen und endlich sowohl kulturell als auch politisch anerkannt. Den Kritikern gefällt diese Tatsache natürlich nicht und deshalb werden sie zunehmend fanatisch. Sie führen einen aussichtslosen Kampf gegen die Digitalisierung unserer Gesellschaft. Die radikale und undifferenzierte Ablehnung von Computer- und Videospielen ist weder sinnvoll, noch befördert sie den kritischen Dialog.”

Es wird sicherlich nicht dabei bleiben und wir dürfen gespannt sein wie sich die Debatte 2009 entwickeln wird.

Die Community reagiert darauf mit einem massiven Aufschrei. Mittels unserer Commentfunktion sind satte 12(!) Seiten Reaktionen auf diese News, und der damit verbundenen Kritik an dem Verbot von sogenannten “Killerspielen” entstanden. Der GIGA-User “matze267″ hat sogar einen Gegenaufruf gestartet auf die sich sage und schreibe über 400 User gemeldet haben.

Diese unglaubliche Resonanz zeigt, dass Forderungen, wie die im weiter unten verlinkten Online-Flyer, bei den Gamern auf massive Kritik stoßen, und ein empfindlicher Nerv getroffen wird. Grund genug für uns, dieses Thema heute Abend in the Show zu diskutieren.

Hier könnt ihr euch die Verbotsforderung noch einmal zu Gemüte führen.

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