Apple-Analyse: Rubel rollt dank CDMA-iPhone und iPad 2

Flavio Trillo
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Wenn man den Berechnungen und Einschätzungen der Analysten zu Apple glauben darf, erwartet das Unternehmen ein milliardenschweres Potential in dem Verizon-Geschäft und der steigenden Nachfrage nach dem CDMA-iPhone in der Pazifik-Region. Eine Beobachtung der Zulieferer in Fernost zeigt derweil den Einfluss des iPad 2 auf deren Bilanzen und Apples Anteil am Tablet-Markt werde sich bis 2015 bei knapp 47 Prozent einpendeln.

Ungefähr 6 Milliarden US-Dollar Einnahmen werden im Jahr 2012 für die CDMA-Variante des iPhone 4 über den US-Anbieter Verizon erwartet. Sollte Apple sich entscheiden, ähnliche Modelle auch in Indien, China, Japan und Südkorea zu verkaufen, ergäben sich Umsatzchancen von weiteren 3 Milliarden US-Dollar. In diesem Punkt scheinen sich viele Experten einig zu sein, neben Mark Moskowitz von J.P. Morgan Research sieht auch Gene Munster erhebliches Steigerungspotential im asiatischen Markt.

Einen weniger direkten Blick, der über die Kenndaten der Zulieferer für Apples Geräte auf dessen eigene Verkaufszahlen schließen will, wagt Brian White von Ticonderoga Securities. Das so genannte “Apple Barometer” umfasst diverse Unternehmen, die für den Mac-Macher als ihren größten Kunden produzieren oder Komponenten liefern.

Deren Verkaufszahlen zeigen im Februar dieses Jahres einen starken Anstieg von 172 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was an der Produktion des iPad 2 liegen dürfte. Auch im letzten Monat liegen die Werte noch 141 Prozent über denen des März im Jahr 2010. Ob diese Schätzungen sich mit der Realität decken, wird sich nächste Woche Mittwoch, am 20. April zeigen. Dann präsentiert Apple seine Zahlen für sein zweites Geschäftsvierteljahr 2011.

Für die Zeit danach und die folgenden Jahre haben die Beobachter von Gartner etwas zu sagen. Im steten Kampf um Anteile am Tablet-Markt wird Googles Android weiter an Boden gut machen, ohne jedoch Apple bis 2015 einholen zu können. Ein Anteil von fast 84 Prozent im letzten Jahr wird sich über die kommenden 48 Monate zu knapp über 47 Prozent entwickeln. Davon profitiert vor allem Google, auch wenn dessen Entscheidung, Android Honeycomb vorerst nicht für Entwickler frei zur Verfügung zu stellen, sich am Ende negativ auf die Bilanz auswirken werde.

Dennoch prophezeit Gartner ein Wachstum um fast das Doppelte, von 19,9 Prozent im Jahr 2011 auf 38,6 Prozent im Jahr 2015. Andere Wettbewerber, wie QNX, MeeGo und WebOS werden es dagegen schwer haben. Nur das vom BlackBerry-Hersteller RIM entwickelte QNX soll den Berechnungen zufolge in den kommenden vier Jahren stetig wachsen und letztendlich 10 Prozent Marktanteil erreichen.

Dabei komme es für den Erfolg weniger auf die Hardware-Spezifikationen an, als viel mehr auf die Zusammenarbeit zwischen Gerät und Software, sowie die Kooperation mit dem Smartphone. Steve Jobs weiß wovon er spricht, wenn er die Fragen der Journalisten nach den Details der iPad-Innereien abtut. Dem Durchschnitts-Anwender können Taktgeschwindigkeit und Frontside-Bus egal sein, solange der Tablet-Rechner funktioniert und sich gut mit dem bereits vorhandenen Smartphone verträgt.

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