Der Tag 1 nach dem iPad 2

Rifkin Zaroc
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Was vom Apfel heute übrig bleibt, am Tag nach dem Tag des iPad 2011, ist die Sammlung von ersten Eindrücken, so genannten Hands-on-Videos, CeBIT-Neuheiten und ein klein wenig Entspannung nach der gestrigen Aufregung über den zweiten Pad-Computer.

Das ist schon faszinierend, wie anmutig sich die Seiten in einem iBook auf dem neuen iPad 2 umblättern lassen. Im Engadget-Video ist deutlich zu sehen, dass es keine Verzögerung gibt, die “Blätter-Metapher” ist perfekt. Vertreter nachfolgender Generationen werden sich fragen, wie es war, echte Bücher aus Papier zu lesen, weil sie auch den Duft und das Geräusch von echten Büchern nur aus ihrem iPad 15 kennen. Nein, das soll jetzt kein Kulturpessimismus sein.

All überall auf den Webseiten, die sich mit dem Apfel beschäftigen, tauchen die Videos des ersten Hands-on auf. Dazu hatte Apple nach der gestrigen Keynote eingeladen. Und das iPad 2 beeindruckt: Die Kraft der zwei Herzen bzw. der beiden Kerne macht sich wirklich in einer besseren Grafikdarstellung bemerkbar. So bei der Spielerei Photo Booth, wie auch bei den iBooks. Da macht es wenig, wenn niemand weiß, wieviel Arbeitsspeicher das iPad 2 wirklich hat. Sollten es tatsächlich nur 256 Megabyte RAM sein, also genauso viel wie beim iPad 1? Das iPhone 4 hat mit 512 MB doppelt so viel RAM. Und das Tablet, oder besser der Tablet-Computer, ist größer.

Ab dem 11. März werden wir mehr wissen: Dann wird es einige geben, die das Innenleben des iPad 2 untersuchen und uns brühwarm darüber berichten. Ob es auch einigen gelingt, das iPad 2 schon früher als zum offiziellen Starttermin am 25. März ins gelobte Europa zu transportieren? Es scheint anders als sonst mehr Hürden zu geben, über die wir in einem Special berichten wollen.

Wer sich vom Hype um das iPad 2 nicht stören lassen will, und lieber einen exzellenten Tablet-Computer für günstiges Geld, gefühlten zehn Stunden Batterielaufzeit und dem Gewicht einer schweren Doktorarbeit in den Händen halten möchte, der schlägt jetzt zu: Der Abverkauf nicht nur im Apple Store hat begonnen, das iPad 1 WiFi mit 16 GB gibt es jetzt ab 379 Euro*. Refurbished Versionen sollen schon für 329 Euro über die Apple Store-Theke gegangen sein.

Der Tag nach dem Tag des iPad 2 war aber auch der Tag des Zubehörs, schließlich dauert die größte Zubehörmesse der Welt, die CeBIT 2011, noch bis Samstag, den 5. März. Da gibt es Kurios-Praktisches, wie die fernsteuerbare Steckdosenleiste und bezahlbare Monitore für 3D-Feeling auch am Mac.

Und es gibt die Möglichkeit, die sagenhaften Tablet-Computer der Kopisten zu entdecken. Das Hands-on in Hannover ist offenbar längst nicht so überzeugend wie das in San Francisco. Was Thomas Bischoff in seinem Blog über das Asus EEE Pad Transformer mit Android 3.0 Honeycomb berichtet, lässt einen eher die Häme von Steve Jobs über die paar hundert Honeycomb-Apps in der gestrigen Keynote verstehen. Etwas besser ist Bischoffs Eindruck vom LG Optimus Pad im gleichen Blogeintrag. Das kann sogar 3D aufnehmen und kostet nur 900 Euro.

Wenn wir schon beim Lästern sind: Google kämpft jetzt mit Malware-Apps, erzählt Mashable.

Ach ja, wer sich doch vom iPad 2-Fieber anstecken lassen will, findet auf der Seite von Apfelblogger Benjamin Miller eine Auswahl infektiöser Videos.

Haben wir etwas vergessen? Kann nicht sein, und wenn, dann fällt es uns morgen wieder ein.

Foto: Apple Core, Martin Cathrae, Flickr. Some Rights reserved.

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