Der Tag, an dem das iPad 2 erschien

Rifkin Zaroc
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Was vom heutigen Apfel übrig bleibt, ist gar nicht so viel. Dafür war er aber auch wirklich groß: Apple stellte das iPad 2 mit diversen Accessoires vor, dazu ein neues, mobiles Betriebssystem iOS 4.3 und neue Apps wie iMovie und Garageband auf dem iPad.

Sie sind doch immer wieder ein Erlebnis, diese Keynotes. Steve Jobs und seine Kollegen stellten heute im Buena Yerba Center for the Arts in San Francisco um zehn Uhr morgens Ortszeit die Neuigkeiten vor. In ein und einer viertel Stunde präsentierte ein gut gelaunt und so gar nicht todkrank wirkender Steve Jobs das, worauf die Fangemeinde so lange gewartet hatte: das iPad 2. Wie üblich, überließ er die Vorstellung einzelner Punkte, wie das Betriebssystem-Update und die Apps den Produktmanagern. Leider gab es keinen Livestream von Apple für das Publikum, nur CNN lieferte einen sehr verzögert und selbst der macnews.de-Server brach stellenweise unter der Last auf den Liveticker zusammen.

Das iPad 2 ist wie erwartet ein technisches Upgrade des Einser-Pad. Keine Revolution, aber ein evolutionärer Schritt. Schlanker ist es gemacht, und knapp 100 Gramm leichter, in Schwarz und Weiß erhältlich. Mit nur noch knapp 9 Millimeter ist es vier Millimeter dünner geworden. Dafür hat es jetzt einen Doppelkern-Prozessor und zwei Kameras, eine vorn, eine hinten, für Video-Chats und Augmented Reality Apps. Ab 25. März wird es in Europa erhältlich sein, der Einstieg in die iPad 2 Welt soll angeblich mit nur noch 379 Euro beginnen.

Nur für das iPad 2 hat Apple ein neues Hüllensystem entwickelt. Es hält sich magnetisch an einer Seite fest, deckt nur das Display ab und lässt sich zur iPad-Tastaturstütze oder zum iPad-Fotostand zusammenfalten, ein geniales Prinzip. Klar, dass die Hüllen in verschiedenen Farben und auch in teurem Leder erhältlich sind.

Das neue iOS 4.3 bietet für alle Mobilgeräte wie iPhone, iPod touch und iPad AirPlay, iTunes-Sharing und einen schnelleren Browser Safari. In diesem arbeitet jetzt die JavaScript Engine Nitro, die Webseiten zweimal so schnell wie bisher liefern soll. Für das iPhone 4 ist noch die “Persönliche Hotspot”-Funktion hinzugekommen, mit der man benachbarte Geräte von der UMTS-Verbindung profitieren lassen kann. Beim iPad kann man nun den Seitenschalter entweder für die Displayformatfixierung verwenden oder für die Stummschaltung.

Zwei neue Apps hatte Apple auch mitgebracht: iMovie für iPad und Garageband. Es war beeindruckend zu sehen, zu was die beiden Kreativumgebungen für Video- und Musikproduktion auf dem Touchscreen in der Lage sind. Teuer sind sie auch nicht: Nur knapp 5 US-Dollar sollen sie kosten.

Was sonst noch war: AMD unkt gegen Thunderbolt und hält große Stücke auf USB 3.0. Die Hoffnung ist, dass Erstanbieter-Apple und die Peripherie-liefernde Industrie bei der zukunftsfähigen Schnittstelle zusammenfinden, schließlich kann sie 10 Gigabit Daten pro Sekunde in beide Richtungen transportieren.

Safari 5.1 wird wahrscheinlich wie Google Chrome 9 bald auch mit WebGL 3D-Grafiken verarbeiten können. Noch ist es nicht soweit, dafür haben die Chrome und Firefox mit Updates Sicherheitslücken schließen können.

Doch, einer war noch: Microsoft will mitspielen und verhindern, dass Apple den Ausdruck “App Store” für sich schützen lässt.

Mehr geht nicht. Der Apfel vom Tage war groß.

Foto: Apple Core, tnarik, Flickr. Some Rights reserved.

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