Die iPad-Konkurrenz der Zukunft: Billig muss der Tablet-Rechner sein

Flavio Trillo
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Tablet-Computer müssen sich, ob sie wollen oder nicht, am Erfolg des iPad messen lassen. Zwar war der ultramobile Kleinstcomputer nicht der Pionier auf dem Gebiet, doch ist es Apple als erstem Hersteller gelungen, Tablets salonfähig (im wahrsten Sinne des Wortes) zu machen. Eine Chance, Goliath in die Knie zu zwingen, scheint es aber zu geben: Extreme Preissenkungen. 

Hewlett Packard hat es vorgemacht, als das TouchPad für 99 US-Dollar nur so über die Ladentische flog. Zwar stellte diese Maßnahme eher ein Klammern an Strohhalme dar. Schließlich wurde sie anlässlich der Entscheidung des Herstellers ergriffen, fortan keine WebOS-Geräte mehr herzustellen. Doch wer die Ressourcen hat, könnte dem iPad als weltweit beliebtestem Tablet-Rechner gefährlich werden.

Informationen der New York Post zufolge wäre Amazon solch ein Kandidat. Noch in diesem September oder Oktober werde der Konzern ein eigenes Android-Tablet vorstellen, das erheblich weniger als das Einsteiger-Modell des iPad 2 (479 Euro) kosten soll. Mit einer cleveren Quer-Subventionierung durch den Verkauf von eBooks, Apps, Filmen und Musik wäre Amazon in der Lage, den Preis für seinen iPad-Killer (ja, es ist mal wieder soweit) bestechend niedrig anzusetzen.

Analysten zufolge ist diese Strategie äußerst Erfolg versprechend, wenn es darum geht, dem iPad Tablet-Marktanteile abzuknöpfen. “Wir gehen davon aus, immer mehr einfache, günstigere Android-Geräte auf dem Markt zu sehen, wodurch Android seine Präsenz verstärken dürfte”, erläutert Tony Berkman, CEO von ITG Investment Research.

Es ist nicht sonderlich überraschend, dass sehr preisgünstige Geräte sich sehr gut verkaufen. Weniger als 100 US-Dollar für einen Tablet-Computer – da überlegen Viele nicht lange. Am Ende bleibt aber die Erkenntnis, dass es der iPad-Konkurrenz offenbar bislang nicht so recht gelingen mag, ein Gerät zu produzieren, dass trotz eines möglicherweise hohen Preises allein mit seinen Funktionen zu überzeugen weiß. Statt dessen raten die Experten: Verschwendet Eure Zeit nicht damit, etwas besseres zu entwickeln, macht es lieber billig.

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