Digital AV Adapter: Gründe für die Adapter-Lösung

Florian Matthey
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Mit Hilfe von Apples Digital AV Adapter erhält das iPad 2 einen HDMI-Anschluss, mit dem sich das Gerät dann mit einem Fernseher verbinden lässt. Der Vorteil an dieser Lösung ist, dass so auch das erste iPad, der vierte iPod touch und das iPhone 4 ein Fernsehbild ausgeben können. Dass Apple den HDMI-Anschluss aber nicht einfach ins iPad 2 integrierte, könnte aber auch am lieben Geld liegen.

Der britische Blogger Chris Alexander hebt hervor, dass jeder Hersteller, der einen HDMI-Anschluss in sein Gerät einbaut, eine Gebühr an das Konsortium HDMI Licensing LLC bezahlen muss, das den Umsatz dann an Patentinhaber wie Sony und Toshiba weiterleitet. 10.000 US-Dollar pro Jahr müsse Apple dafür bezahlen – eine Summe, die dem Unternehmen nicht weh tun dürfte.

Wenn der Hersteller dann aber ein Gerät ohne HDMI-Branding und ohne weitere Kopierschutzmaßnahmen verkauft, werden weitere 15 Cent pro Exemplar fällig. Mit Branding und Kopierschutz lassen sich diese Kosten auf 4 Cent drücken. Ohne Branding und Kopierschutz müsste Apple dann für 15 Millionen iPad-2-Exemplare 2,25 Millionen Dollar an das Konsortium bezahlen. Der Digital AV Adapter dürfte sich bei weitem nicht so oft wie das iPad 2 selbst verkaufen, auch dürfte die Gewinnmarge bei dem Adapter trotz Gebühr nicht zu vernachlässigen sein.

Mit dem iPhone 4 dem iPod touch der vierten Generation und dem ersten iPad lässt sich ebenfalls ein HDMI-Bild mit Hilfe des Adapters ausgeben – allerdings nur in einer 720p-Auflösung, das leistungsstärkere iPad 2 schafft eine Auflösung von bis zu 1080p. Filme kann aber auch das iPad 2 nur mit 720p ausgeben.

Wie viel leistungsstärker das iPad 2 wirklich ist, wird sich noch zeigen. In Sachen Arbeitsspeicher könnte Apple sehr sparsam gewesen sein: Gizmodo UK berichtet, dass bei Apples parallel zum San-Francisco-Event stattfindenden iPad-2-Präsentation in London ein Apple-Mitarbeiter von 256 Megabyte RAM sprach. Das wäre genauso viel wie im ersten iPad und nur die Hälfte des iPhone 4. Allerdings wollte der anwesende PR-Chef diese Angabe auf Nachfrage nicht bestätigen oder bestreiten.

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