iPad 2: Das Wunsch-Tablet?

Sebastian Trepesch
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Am Mittwoch Abend steht ein Apple-Event an – allgemein wird davon ausgegangen, dass das iPad 2 vorgestellt wird. Dann wird sich zeigen, ob die Gerüchteküche recht behielt, welche Neuerungen der Nachfolger von Apples aktuellen Tablet Computers mitbringt. Welche Funktionen wünschen sich eigentlich die Kunden?

Das Interesse am Thema iPad 2 ist in der Apple-Szene groß, und trotzdem: “Das iPad verkauft sich aktuell noch sehr gut, fast noch zu gut”, teilte Martin Willmann vom Apple Premium Reseller M&M:Trading noch vor gut zwei Wochen macnews.de mit, “das iPad ist ein hervorragendes Gerät so wie es ist, der unglaubliche Erfolg bestätigt das.”

Was kann, was soll ein Nachfolgemodell mitbringen? “Das erste iPad hat ganz klar gezeigt, wie moderne Tablets aussehen und sich bedienen lassen müssen. Das iPad 2 sehe ich eher als eine Evolution statt einer Revolution”, erklärt Oliver Kieselbach. Er ist Entwickler der App MizzMoneePennee*, einem Assistenten, der Alarmsignale zeit- und ortsabhängig ausgibt. Kieselbach erwartet ein paar kleinere Hardware-Updates wie zum Beispiel eine Kamera.

Damit spricht er die Interessen potentieller Kunden des Tablet Computers aus. Händler Willmann: “Der häufigste Wunsch ist der nach einer Kamera, oder idealerweise wie beim iPhone zwei Kameras, um FaceTime (oder Skype Video) nutzen zu können.” An zweiter Stelle bestehe der Wunsch nach einer externen Schnittstelle über den Dock-Anschluss hinaus, wie zum Beispiel USB.

Während die Kamera höchstwahrscheinlich kommen wird, sieht es bei dem USB-Anschluss anders aus. Vor ein paar Monaten war die Schnittstelle groß im Gespräch. Aktuelleren Meldungen zufolge kann beim iPad 2 nicht mehr mit dem populären USB gerechnet werden – zumindest nicht ohne Adapter am Dock-Anschluss. “Ich denke, dass Apple noch etwas integriert, was wir mal wieder nicht erwarten”, erhofft Willmann. Trotz der Gefahr, ein Paradoxon aufzustellen: Thunderbolt könnte dieses Highlight werden. Vor wenigen Wochen gab ein Steckplatz eines vermeindlichen iPad 2-Rahmens Rätsel auf, für welche Schnittstelle Freiraum gelassen wurde. Mit Veröffentlichung der neuen MacBook Pro inklusive der nagelneuen USB-Konkurrenz Thunderbolt wird ein Sinn erkennbar: Apple könnte im iPad 2 eine relativ zügige Verbreitung der neuen Technologie forcieren.

Ansonsten der letzte Stand der inoffiziellen Meldungen zum iPad 2: SD-Kartenslot wird es wohl nicht geben, auch kein Retina-Display (zumindest nicht mit der Pixeldichte des iPhone 4) – aus verschiedenen Gründen. Dünner und leistungsfähiger soll es natürlich werden.

Klar, dass sich manch Entwickler eine leistungsfähigere Plattform wünscht. Anwendungen wie die RAW-Bildbearbeitung piRAWnha zeigen im Test die Grenzen der Hardware auf. Nun wurde das iPad wohl nicht dafür erfunden, um rechenintensive Mediendateien zu bearbeiten. Sie erweitern jedoch das Aufgabenfeld des Tablet Computers. Nur böse Zungen nennen ihn “E-Reader”.

Und offensichtlich sieht auch Apple mittelfristig derartige Herausforderungen auf den iOS-Geräten zu Hause: Der jetzt schon mögliche Videoschnitt auf dem iPhone 4, einem Handy (!), deutet eine große Zukunft der kleinen Geräte an.

Die Wünsche der Händler zum iPad 2 gehen in eine ganz andere Richtung. Willmann erhofft sich eine gute Verfügbarkeit des Produkts. “Aber beim jetzigen iPad klappt das auch sehr gut. Wir hoffen, dass auch das neue schnell gut verfügbar sein wird.” Die Zeichen sprechen dafür, schließlich fand in den letzten Tagen bereits ein Abverkauf des alten Modells statt.

Und interessant für den Händler die Frage: Werden die Käufer des ersten iPads auf das neue Modell wechseln wollen?

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