iPad 2: Keine Feuchtigkeitsindikatoren

Florian Matthey
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Das iPad 2 scheint über keine Feuchtigkeitsindikatoren zu verfügen. Apple verbaut solche Indikatoren in seiner Mobil-Hardware, um festzustellen, ob ein defektes Gerät mit Flüssigkeiten in Berührung gekommen ist – was einen Garantiefall ausschließt. Jedoch gab es in der Vergangenheit Diskussionen und um und sogar eine Klage wegen der mutmaßlichen Fehleranfälligkeit der Indikatoren.

Im April 2010 hatte eine iPhone-Besitzerin aus San Francisco gegen den Hersteller geklagt, weil dieser ihr eine kostenlose Reparatur ihres Geräts verweigert hatte. Der Feuchtigkeitsindikator in der Kopfhörerbuchse des iPhones könne sich auch bei hoher Luftfeuchtigkeit oder kalten Temperaturen verfärbt haben, einen direkten Wasserkontakt könne er nicht zweifellos nachweisen.

Anfang diesen Jahres lockerte Apple möglicherweise als Reaktion auf die Klage die Handhabung der Feststellung eines Garantieausschlusses: Zeigen sich neben dem verfärbten Indikator keine andere Anzeichen für einen Feuchtigkeitsschaden, dürfen Apple-Mitarbeiter das defekte Gerät im Einzelfall doch noch als Garantiefall behandeln.

Die französische Website Macbidouille konnte nun neue Support-Dokumente für Apple-Techniker für das iPad 2 einsehen, die im Gegensatz zu entsprechenden Dokumenten für frühere Hardware keinerlei Bezug zu Feuchtigkeitsindikatoren nehmen. Stattdessen dürfte Apple sich bei der Feststellung von Wasserschäden beim iPad 2 ganz auf herkömmliche Beweisführungsmethoden wie dem Feststellen von Rostspuren verlassen.

iPad-2-Garantiefälle seien unter anderem ein Sprung im Display-Glas, soweit es keine Anzeichen für Stoßschäden gibt, Staub hinter dem Glas sowie vereinzelte Pixelfehler jeglicher Art.

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