iPad 2: Lieferprobleme bei Foxconn wegen Mangel an Komponenten und Arbeitskräften

Florian Matthey
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Wer in diesen Tagen in Apples Online Store ein iPad 2* bestellt, erhält sein Gerät weiterhin erst rund ein bis zwei Wochen später. Der Grund sind weiterhin anhaltende Probleme bei der Produktion der Apple-Tablets in Asien: Apples Zulieferer haben mit einer schwierigen Lage auf dem Komponenten-Markt zu kämpfen, die seit dem schweren Erdbeben in Japan im März anhält. Der iPad- und iPhone-Produzent Foxconn soll darüber hinaus Probleme haben, eine ausreichende Zahl an Mitarbeitern für Apples steigende Nachfrage einzustellen.

Laut DigiTimes mangelt es im Foxconn-Werk im chinesischen Chengdu sowohl an Arbeitskraft als auch an Material, was sich sowohl auf die iPad-2- als auch die iPhone-4-Produktion im laufenden zweiten Quartal negativ auswirken könnte. Zwar habe Foxconn 52 Produktionslinien für Apples neues Tablet-Gerät in Chengdu bereitgestellt, aufgrund der schwierigen Lage stammen die meisten Foxconn-iPads aber noch aus dem Werk in Shenzhen. Das Erdbeben in Japan und vor allem die daraus resultierende problematische Stromversorgung in dem Land hätten zu einer angespannten Lage auf dem Markt für Arbeitsspeicher, Stromverstärker und andere Komponenten geführt, die Foxconn für die Produktion des iPad 2 benötige.

Apple soll währenddessen weiter Druck auf die Zulieferer ausüben: Das Unternehmen habe sich das Ziel gesetzt, 35 bis 40 Millionen iPad-2-Exemplare im Jahr 2011 auszuliefern. Dafür benötige das Unternehmen im laufenden Quartal 10 bis 10,5 Millionen produzierte Exemplare. Aktuellen Schätzungen zufolge erreichten die iPad-2-Produzenten im aktuellen Quartal allerdings nur rund 7 Millionen Geräte.

Foxconn wollte die Berichte auf Anfrage von DigiTimes nicht direkt bestätigen. Das Unternehmen verwies lediglich darauf, dass es alles versuche, um den Ansprüchen seiner Kunden gerecht zu werden. Ob es wegen mangelnder Arbeitskraft zu Verzögerungen kommen könnte, wollte Foxconn nicht verraten – das Unternehmen habe Erfahrung darin, Mitarbeiter zu rekrutieren, um den Kunden beim Erreichen ihrer Ziele zu helfen.
Die iPad-Verkaufszahlen in Apples zweiten Geschäftsquartal 2011, das dem ersten Kalenderquartal des Jahres entspricht, fielen im Gegensatz zu Apples anderen Produkten hinter den Erwartungen zurück. Der Grund dafür scheint nicht eine mangelnde Nachfrage, sondern eine schwierige Liefersituation zu sein. Zuletzt gab es auch Berichte über Display-Produktionsprobleme beim Zulieferer LG, die zum Teil für die Situation verantwortlich sein sollen.

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