iPad 2: Liefersituation in Deutschland

Sebastian Trepesch
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“Massive Engpässe” erwarten deutsche Händler beim iPad 2, das am 25. März hierzulande in die Regale kommen soll. In den USA ist der Tablet Computer von Apple bereits am 11. März erschienen und ziemlich ausverkauft. Für die ersten Ansturm sollten in Deutschland überall iPads vorrätig sein. Vorbestellungen sind noch nicht möglich, Vormerkungen dagegen schon.

Die deutschen Händler halten sich mit Aussagen zu Apple-Produkten generell zurück. “Wenn ich mit Ihnen darüber rede, müsste ich Sie danach erschießen”, erklärt uns ein Geschäftsführer – nicht ganz ernst gemeint, aber durchaus mit ernstem Hintergrund. Ein Weiterer erklärt in diesem Zusammenhang, dass sie sich ja offiziell nicht zum iPad 2 äußern dürfen, Apple habe das untersagt. Nun ist zum iPad 2 schon alles bekannt, vorgestellt von Steve Jobs persönlich, einschließlich des Liefertermins. Deshalb konnten wir ein paar Einschätzungen sammeln, wie die Liefersituation erwartet wird.

“Es ist davon auszugehen, dass das Produkt aufgrund der sehr hohen Kundennachfrage innerhalb kürzester Zeit ausverkauft sein wird”, schätzt Danilo Frasiak, Leiter Einkauf & Produktmarketing bei cyberport.de*. “Es ist nicht absehbar, dass wir zum Launch ausreichend Stückzahlen von Apple erhalten, um die Nachfrage bedienen zu können.”

Zu Verkaufsstart wird der Händler laut Frasiak das iPad 2 sowohl im Webshop, als auch in den Geschäften in Berlin, Dresden und Leipzig vorrätig haben. Auch Michael Hencke von comspot.de geht davon aus, die erste Welle bedienen zu können. “Es stellt sich eher die Frage, wie hoch die Welle wird”, so der Geschäftsführer der Comspot GmbH. Rainer Wolf, Geschäftsführer von arktis.de*, formuliert es zurückhaltender: “Wir hoffen, dass wir zum Verkaufsstart wenigstens eine Handvoll iPad 2 erhalten.” Er hat jedoch vorgesorgt, und über “zwei Kanäle” direkt aus den USA ein paar iPad 2 besorgt. Direkt auf das irische Zentrallager für Apple Europa kann Unimall* zugreifen. “Somit haben wir nur Lieferengpässe, wenn Apple selbst keine Ware mehr hat”, erklärt Olaf Schmitz.

Wer auf heißen Kohlen sitzt, kann den Tablet Computer noch nicht einmal vorbestellen. “Wir haben noch keine Preise von Apple erhalten, es ist also noch alles ungewiss”, ist die Auskunft von Arktis. In den USA habe sogar der Apple-Shop erst am Erstverkaufstag Bestellungen angenommen, weiß Martin Willmann vom M&M: Trading! mStore. Er geht davon aus, dass es in Deutschland nicht anders laufen wird.

Statt vorzubestellen kann man sich bei Comspot zumindest vormerken lassen. Hinsichtlich des Preises wollte sich nur Unimall konkret äußern: Das iPad wird genauso teuer wie im Apple Store* sein, aber der Händler legt anfangs einen 25-Euro-Gutschein für den eigenen Shop dazu. Cyberport geht davon aus, dass das iPad 2 preislich den Modellen der ersten Generation entsprechen dürfte, sprich: ab 499 Euro. Auf ebay sind Einzelexemplare bereits erhältlich – mit zum Teil ganz anderen Preisen

Die deutschen Händler scheinen also gut aufgestellt zu sein und am Vormittag des 25. März – vielleicht sogar einen halben Tag früher – das iPad verfügbar haben. Trotzdem dürfte der zu erwartende große Ansturm auf die Geräte die Regale schnell leeren. Mit dem Nachschub schaut es aktuell schlecht aus: Die USA muss sich bereits in Geduld üben, im amerikanischen Apple-Online-Store liegt die Wartezeit bereits bei vier bis fünf Wochen. Schwierigkeiten auf dem Markt für Flash-Speicher durch das Erdbeben in Japan werden die Situation verschärfen.

Tipp: Das iPad der ersten Generation ist vorrätig – und zwar zu einem attraktiven Preis.

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