iPad-2-Produktion: Foxconn-Arbeiter wegen Geheimnisverrats angeklagt

Rifkin Zaroc
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Die Apple-Szene und ihre Beobachter leben von Gerüchten und Durchgesickertem. In China sind jetzt drei Foxconn-Beschäftigte wegen des Verrats von Betriebsgeheimnissen angeklagt. Die Arbeiter sollen vor dem Verkaufsstart des iPad 2 unter anderem die Abmessungen des Gerätes an Zubehörhersteller verkauft haben.

Mit oder ohne Kamera, SD-Slot, USB-Anschluss, wie sieht das iPad 2 aus? Monatelang beschäftigte sich nicht nur das Apple-affine Mediennetz mit Hüllen und Attrapen des kommenden iPad. In China hat es jetzt drei Arbeiter des Apple-Produzenten Foxconn erwischt: Ihnen wird vorgeworfen, die Maße des iPad 2 an Zubehörhersteller übermittelt zu haben. Dadurch konnte man in China schon deutlich vor Erscheinen des iPad 2 Schutzhüllen von nicht authorisierten Händlern kaufen und die meisten Eigenschaften des iPad 2 wurden weltweit bekannt.

Der offizielle iPad-2-Verkauf beginnt in China erst ab 6. Mai 2011, in Hong Kong, Indien, Israel, Korea, Macao, Malaysia, Philippinen, Singapur, Süd Afrika, Türkei und den Vereinigten Arabisch Emirate startet der iPad-2-Verkauf am 2. Mai 2011. In Japan sollte er heute beginnen, der ursprünglich geplante Start am 25. März 2011 war wegen des Erdbebens am 11. März 2011 verschoben worden.

Die angeklagten Arbeiter waren im Foxconn-Werk Shenzhen angestellt und wurden bereits am 26. Dezember 2010 von der örtlichen Polizei verhaftet.

In der Vergangenheit war Foxconn häufig auf Grund von Selbstmorden unter den Angestellten in den Schlagzeilen. Zu dieser Situation äußerte sich sogar Steve Jobs im letzten Sommer. In einem Bericht des Audit-Teams von Apple, das 2010 Umwelt- und Arbeitsbedingungen bei Lieferanten untersuchte, kam Foxconn gegenüber anderen Unternehmen weit besser weg.

Ein direkter Zusammenhang zwischen den möglicherweise schlechten Arbeitsbedingungen bei Foxconn und dem Verkauf der Informationen über das iPad 2 wurde aber bisher nicht hergestellt.

Mittlerweile plant Foxconn die Produktion für Apple zu großen Teilen nach Brasilien zu verlegen, wo die Fertigungsstraßen angeblich schon Ende 2011 anlaufen könnten. Vor allem die Produktion im Werk Shenzhen wollte Foxconn in der Vergangenheit an andere Standorte verlagern. Man geht aber bisher davon aus, dass das iPad 2 überwiegend in Shenzhen produziert wird.

Auch das katastrophale Erdbeben in Japan hatte zu Lieferengpässen bei Foxconn geführt, wodurch die Auslieferung des iPad 2 zu Beginn etwas schleppend war.

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