PC World: Tablets sind eine Modeerscheinung

Thomas Konrad
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Vielerorts befinden sich Menschen am heutigen Verkaufsstart in Deutschland auf der Jagd nach Apples iPad 2, stehen dafür sogar Schlange. Keine Frage: Tablet-Geräte sind überall, neben Apple bieten auch zahlreiche andere Hersteller Tablets an. PC World allerdings hält die Geräte der so genannten post-PC-Ära lediglich für eine Modeerscheinung.

Vier Gründe nennt man dort für das selbst prophezeite Ende des Tablet-Booms.

Laut PC World-Autorin Katherine Noyes haben Tablets eine beschränkte Funktionalität. Sie bieten dem Anwender nichts, was nicht schon ein Smartphone und ein Notebook übernehmen könnten. Zudem fehle die so nützliche, greifbare Tastatur. Auch der Preis spreche gegen Tablets: Notebooks mit mehr Arbeitsspeicher, höherer Festplattenkapazität und mehr Rechenleistung seien weitaus günstiger.

Aufgrund ihrer Größe seien Tablets außerdem reichlich unpraktisch. Viel besser wäre es doch, ein sehr gutes Smartphone bei sich zu haben. Das passt schließlich in jede Tasche. Auch ein leistungsfähiges Notebook sei eine bessere Alternative. Wenn schon, denn schon!

Glaubt man Noyes, so nimmt die Begeisterung um das neue Tablet-Geräte schon jetzt deutlich ab. Testberichte würden zudem ein eher gemischtes Bild liefern. In der Tat: Insbesondere die Kameras im neuen iPad 2 mussten bisher Kritik einstecken.

Tablets sind die PDAs des neuen Jahrtausends. PDAs wurden von Smartphones abgelöst, da letztere deutlich portabler sind. Warum sollte man also wieder zu größeren und unhandlicheren Geräten zurückkehren? Schließlich seien Smartphones äußerst nützlich, so Noyes.

Auch wenn es iPad und Co. schon bald so ergehen könnte wie einst den PDA-Geräten, gibt es derzeit dennoch Einsatz-Gebiete, bei denen das Gerät punkten kann. Wired.com zitiert eine NPD-Statistik, wonach Surfen, das Lesen und Schreiben von Mails und Spielen die häufigsten Anwendungsgebiete sind. Das Magazin versucht den Erfolg des Tablets zu erklären. Die Theorie: Tablets benötigen keine PC-Applikationen. Vielmehr sei es die einfache Touchscreen-Bedienung, die das iPad jedem zugänglich und zum Erfolg macht.

Darüber hinaus spielen die mannigfaltigen Einsatzmöglichkeiten dem iPad-Konzept in die Karten. Das Tablet kann sich in der Medizin, der Schule, im Reiseverkehr, bei der Produktpräsentation und unzähligen weiteren Gelegenheiten als Mittel der Wahl präsentieren. Das sorge für die enormen Erfolgszahlen von 15 Millionen verkauften Tablets im Jahr 2010.

Ob Modetrend oder Instant-Klassiker mit Kultstatus und ewiger Überlebensgarantie: Aktuell ist das iPad unheimlich erfolgreich und glänzt mit einfacher Bedienung und vielfachen Nutzungsmöglichkeiten. Gespannt verharren wir in Wartestellung.

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