Stiftung Warentest: Samsung Galaxy Pad 10.1 vor iPad 2

Flavio Trillo
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“Welcher Tablet-Computer ist eigentlich der beste?” Mit kaum einer Frage lassen sich die Gemüter der Fans mehr erhitzen. Mancher ist von dem einen oder anderen Ökosystem überzeugt und nimmt dafür Einschränkungen hin, die für Andere absolute “Deal-Breaker” sind. Stiftung Warentest hat 14 Tablets getestet und das iPad 2 auf Platz zwei eingestuft.

Ausgerechnet ein Modell, das in Deutschland derzeit vom Hersteller nicht vertrieben werden darf, hat dem Apple-Tablet den Rang als bester Dünnstcomputer abgelaufen: Das Samsung Galaxy Tab 10.1 stimmte die Tester wohlwollend (Note “Gut” 2,2). Für sie waren die Kriterien “Funktionen” und “Handhabung” besonders wichtig.

Für die Platzierung des Galaxy Tab 10.1 waren laut des Testberichtes, der giga.de vorliegt, vor allem das Display und einige Standard-Funktionen wie Office-Programme und E-Mail verantwortlich. Der Akku des iPad 2 mit 64 Gigabyte Speicher und 3G-Konnektivität (Note “Gut” 2,3) habe im Dauer-Surftest ganze 8 Stunden und 40 Minuten ausgehalten. Damit ist es Spitzenreiter in dieser Kategorie, dicht gefolgt vom Galaxy Tab 10.1 mit 8 Stunden und 10 Minuten.

Beim Display verhält es sich etwas anders – besonders gut fanden die Tester das Modul des Fujitsu Stylistic Q550. Doch aufgrund der im übrigen eher nur befriedigenden Testwerte konnte dieses Modell nicht überzeugen. Das Display des iPad 2 sei zwar ausreichend hell, doch die Verteilung dieser Helligkeit bewerkstellige das Galaxy Tab besser. Auch die höhere Auflösung, verbunden mit einer schärferen Textdarstellung führe zu einem Vorsprung des Samsung-Tablets in dieser Rubrik, in der das iPad 2 auf Rang 5 liegt.

Am Ende liegen die besten fünf Geräte nur 0,3 Punkte auseinander – das Ergebnis fällt also recht knapp aus. Zwischen iPad 2 und Galaxy Tab 10.1 liegen nur 0,1 Schulnoten-Gummipunkte. Zudem wurde der Tablet-Computer aus Cupertino mit der Software-Version 4.3.5 getestet. iOS 5 brachte jedoch einige Verbesserungen in der Handhabung, insbesondere was die “Inbetriebnahme und Wiederherstellung” angeht. Ein Punkt, in dem Samsungs Tablet die Nase offenbar eine Tablet-Länge vorn hatte.

Man kann wohl konstatieren, dass beide Geräte sich nahezu ebenbürtig sind. Schwächen des iPad 2 beim Display und den Funktionen werden durch längere Akkulaufzeit, kürzere Ladedauer und mehr Apps teilweise wett gemacht. Alles weitere fällt unter die Rubrik “persönliche Vorlieben”.

Auf den Plätzen drei bis fünf finden sich übrigens (in dieser Reihenfolge): Motorola Xoom, Asus Eee Pad Transformer, bei dem die Tester das optionale Tastatur-Dock lobend hervorheben, und das V900 Optimus Pad von LG. Was die Betriebssysteme der 14 getesteten Geräte angeht, seien allein Android und iOS überhaupt der Rede wert.

Windows sei zwar “sehr ausgereift für Notebooks und Desktop-PCs, aber für Touch-Bedienung nicht besonders gut geeignet”. Auch das BlackBerry-System von RIM weise viele funktionale Lücken auf und könne nicht mit besonders vielen Apps glänzen.

So, damit erkläre ich das rituelle Zerpflücken der Stiftung Warentest für eröffnet, die sich erdreistet hat, das iPad 2 nicht zum weltbesten Tablet-Computer zu küren. Feuer frei!

Weitere Themen: iPad, Samsung

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