Wirtschaftsexperten zufrieden mit iPad-2-Präsentation

Florian Matthey
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Die amerikanischen Wirtschaftsexperten sind zufrieden mit dem iPad 2. Zwar habe das gestrige Special Event wenig Überraschendes und letztendlich ein eher evolutionäres statt revolutionäres neues Produkt gebracht. Dennoch werde sich Apple weiterhin als Tablet-Marktführer halten können – nicht zuletzt wegen des weiterhin aggressiven Preises.

Der Sanford-Bernstein-Analyst Toni Sacconaghi glaubt zu wissen, wie Apple den Preis des iPad 2 weiterhin unter denen der Konkurrenz halten kann: Zum einen entschied sich das Unternehmen mit dem Tablet bewusst für eine niedrigere Gewinnmarge als bei anderen Produkten. Auch habe Apple bei den Komponenten einen Vorteil – aufgrund der Masse: 3,9 Milliarden US-Dollar gibt Apple in diesen Monaten für “strategische Investitionen” aus.

Experten glauben, dass das Unternehmen zahlreiche Displays und Flash Speicher-Chips einkauft, um einen Preisnachlass von den Herstellern zu erhalten. Auch durch den selbst entwickelten Prozessor und den über die Apple Retail Stores zu einem großen Teil selbst kontrollierten Vertrieb habe Apple einen Vorteil.

Der Kollege Mike Abramsky von RBC Capital Markets sieht im dünner gewordenen iPad und den neuen Smart Covers Beispiele dafür, dass Apple in Sachen Design weiterhin den Ton angebe. Die neuen Features wie die FaceTime Kamera und der mit Apples Digital AV Adapter ermöglichte HDMI-Ausgang könnten weiter Druck auf die Konkurrenz ausüben. Katy Huberty von Morgan Stanley glaubt, dass Apple mit dem evolutionären Schritt seinen Vorsprung sogar noch ausbauen werde. Auch Mark Moskowitz von JP Morgan glaubt nun, dass seine bisherige Vorhersage, dass 68 Prozent aller im Jahr 2011 verkauften Tablets iPads sein werden, vielleicht “konservativ” sei.

Die Börse scheint sich zumindest über das iPad 2 gefreut zu haben: Die Apple-Aktie stieg gestern um rund drei US-Dollar auf 352,12 Dollar.

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