Das iPad 3, ein Akku mit Funktionen

Sebastian Trepesch
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Man sieht es dem neuen iPad nicht an, und Apple hat es nicht groß verkündet: Die Akkukapazität hat der Elektronikkonzern extrem erhöht. Das neue Tablet übertrifft damit sogar die des MacBook Air. 

Das iPad 3, ein Akku mit Funktionen

Der integrierte Lithium-Polymer-Akku im iPad 2 reicht für 25 Wattstunden aus. Demgegenüber gibt Apple für das neue Tablet einen überraschenden Wert an: Sage und schreibe 42,5 Wattstunden liefert die Batterie des iPad 3. Zum Vergleich: Sogar das MacBook Air (11 Zoll) hat nur einen Akku mit 35 Wattstunden.

Das hört sich an, als ob das iPad 2012 deutlich länger läuft als sein Vorgänger. Dem ist offensichtlich nicht so: Apple gibt eine Nutzungsdauer von bis zu 10 Stunden an, für Surfen im Web mit Wi-Fi, Video- oder Musikwiedergabe. Das entspricht exakt dem Wert des iPad 2.

Im Umkehrschluss heißt das: Das iPad 3 verbraucht deutlich mehr Energie. Der leistungsfähigere Chip wird daran eine Mitschuld haben, aber auch das Display mit doppelt so vielen Pixeln.

Das um rund 50 Gramm höhere Gewicht könnte (unter anderem) ein größerer Akku erklären. Wahrscheinlich hat es Apple nicht geschafft, an anderer Stelle deutlicher zu sparen. Genaueres hierzu werden wir spätenstens erfahren, wenn iFixit ein Tablet in seine Einzelteile zerlegt. Es deutet aber alles darauf hin, dass das iPad böse gesagt in erster Linie ein Akku ist – mit ein paar netten Extras. Schön, dass Apple zumindest wieder auf eine ebenso lange Laufzeit wert gelegt hat, wie bei dem Vorgänger. Wir erinnern uns: Bei dem iPhone 4S war das im Vergleich zum Vorgänger nicht generell so.

Um die Stromkosten muss sich jedoch keiner große Sorgen machen, denn die Tablets verbrauchen im Vergleich zu Desktop-Rechnern und auch Laptops verhältnismäßig wenig Energie. Rund 1 Cent kostet es, das iPad 2 einmal vollzutanken.

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