iPad 3: Displayhelligkeit hat Einfluss auf Gerätetemperatur

Sebastian Trepesch
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Der Helligkeitsregler wird zum Temperaturregler: Beim neuen iPad 3 wirkt sich die Displayhelligkeit merklich auf die Temperatur des Gehäuses aus.

iPad 3: Displayhelligkeit hat Einfluss auf Gerätetemperatur

Alle Apps sind geschlossen, nur der Homescreen wird angezeigt, die iPads liegen mit Display nach unten. Ausgangstemperatur: rund 23,4 Grad. Nach 10 Minuten angeschaltetem Bildschirm ist das iPad 2 neutral, während das iPad 3 schon leicht warm anfühlt.

Die gemessenen Werte bestätigen diesen Eindruck, wenngleich der Unterschied nicht groß ist: 26,5 Grad beträgt die Temperatur auf der Rückseite des neuen Apple-Tablets bei dem “iPad”-Schriftzug, während die des iPad 2 bei 25,6 Grad liegt – rund ein Grad Unterschied. Nach weiteren 10 Minuten ist die Differenz aber schon größer: 30,1 Grad versus 27,0 Grad. Die Displayoberfläche ergibt ähnliche Werte (siehe Video oben).

Regelt man die Displayhelligkeit wieder herunter, zeigen sich auch hier bei dem iPad 3 die schnelleren Einflüsse auf die Gehäusetemperatur: Letztere sinkt in einer viertel Stunde um 1,5 Grad, während die des iPad 2 noch weiterhin um die 27 Grad pendelt.

Also: Das iPad 3 erwärmt sich schon ohne besondere Aktivitäten mehr als sein Vorgänger, und die Displayhelligkeit ruft merkliche Unterschiede hervor. Grund dahinter ist in erster Linie die höhere Grafikleistung und Auflösung. Die Messungen haben wir übrigens mit dem iPhone-Zubehör ThermoDock für Oberflächenmessungen vorgenommen.

Unser Leser Ronny hat uns den Tipp zu der Displayhelligkeit gegeben. Wie bereits berichtet, hat eine niederländische Webseite Temperaturmessungen unter möglichst großer Auslastung des iPads vorgenommen. Der Unterschied betrug 5,3 Grad Celsius. Wir sind mit den iPads drei Runden Autorennen, , bei größter Displayhelligkeit gefahren. Das Thermometer zeigte als Maximalwert auf der Tablet-Rückseite 35,4 Grad bei dem neuen Modell an, bei dem älteren Tablet 31,6 Grad. Es entstand also ein Unterschied von knapp 4 Grad.

Die Finger wird man sich also auch bei dem iPad 3 nicht so schnell verbrennen können, vorausgesetzt, man erhitzt das Aluminium nicht in der prallen Sonne.

Werden die Apple-Geräte zu heiß, schalten sie sich übrigens ab. In der Vergangenheit sorgte das iPad 1 vereinzelt zu Verärgerung: Das wärmeleitende Gehäuse nimmt Sonnenstrahlen gerne auf. Auch MacBook Pro-Besitzer wissen: Liegt der Laptop auf den Beinen, fühlen sich die Oberschenkel bei hoher Geräteauslastung als Topfuntersetzer missbraucht.

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